Erfahrung, die zählt: Wie die Arnold Rückert GmbH ältere Fachkräfte im Betrieb hält

Lars Rückert (Mitte) mit Winfried Gelse (rechts). Foto: NordHandwerk/Meyer-Lüttge)

Der Fachkräftemangel beschäftigt das gesamte Handwerk. Die Arnold Rückert GmbH zeigt, dass ein Teil der Lösung oft schon im eigenen Betrieb zu finden ist: erfahrene ältere Beschäftigte, die ihr Wissen, ihre Verlässlichkeit und ihre Kundenorientierung täglich einbringen.

Ein Beispiel dafür ist Winfried Gelse. Der heute 77-jährige Kundendiensttechniker arbeitet noch immer drei Tage pro Woche für das Hamburger SHK-Unternehmen – nicht aus finanzieller Notwendigkeit, sondern aus Freude an seinem Beruf. „Ich habe immer gern gearbeitet“, sagt der gelernte Elektrotechniker, der seit fast elf Jahren Teil des Rückert-Teams ist.

Für die Geschäftsführer Lars Rückert und Andreas Schuhmann war die Einstellung des damals 66-Jährigen selbstverständlich. Entscheidend seien Qualifikation, Erfahrung und Persönlichkeit – nicht das Alter. Gerade im Kundendienst profitiere das Unternehmen von Gelses jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit Kunden sowie seiner breiten technischen Expertise von klassischen Öl- und Gasheizungen bis zu modernen Wärmepumpen.

Die Arnold Rückert GmbH gehört zu den großen und traditionsreichen Hamburger Unternehmen der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik. Rund 100 Mitarbeitende und 22 Auszubildende arbeiten heute für den 1974 gegründeten Betrieb. Neben einem starken Ausbildungsengagement setzt das Unternehmen bewusst darauf, Fachkräfte langfristig zu halten und älteren Beschäftigten offen zu begegnen.

Angesichts des demografischen Wandels wird das Thema für das Handwerk immer wichtiger: In Deutschland ist inzwischen fast jeder vierte Erwerbstätige 55 Jahre oder älter. Rückert setzt deshalb auf Gesundheitsprävention, technische Unterstützung im Arbeitsalltag und vor allem auf eine Unternehmenskultur, die Wertschätzung und Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt.

Der Beitrag zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial ältere Fachkräfte für die Fachkräftesicherung besitzen – und wie Handwerksbetriebe davon profitieren können, Erfahrung im Unternehmen zu halten.

Der vollständige Artikel erschien in der Ausgabe 05/2026 des Magazins NordHandwerk.

Stefan Wulff beim Club der Hamburger Wirtschaftsjournalisten

Stefan Wulff und Christian Müßgens (Foto: Christina Schreiner)

Am Donnerstagabend, den 17. Januar 2026, war der Hamburger Bauunternehmer Stefan Wulff zu Gast beim Club der Hamburger Wirtschaftsjournalisten und sprach dort vor rund 30 Expertinnen und Experten aus Journalismus und Kommunikation. 

Im Mittelpunkt standen die zentralen Herausforderungen, die den Wohnungsbau derzeit bremsen:

– gestiegene Baukosten und hohe Zinsen 

– komplexes und uneinheitliches Baurecht 

Besonders eindrücklich: Wie stark jeder zusätzliche Euro Baukosten sich direkt auf die Miete auswirkt – und wie nebulös der Weg von einer Baugenehmigung bis hin zu einer tatsächlich gebauten Wohnung geworden ist. 

Gleichzeitig wurde deutlich: Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch, und es gibt engagierte Akteure, die weiter vorangehen. 

Stefan Wulff zeigte sich im Anschluss begeistert vom Interesse der Kommunikatoren.

Stefan Wulff beim Club der Hamburger Wirtschaftsjournalisten (Foto: Christina Schreiner)




Die neue Aktivrente für Fachkräfte

Foto: Screenshot aus ARD MOMA-Beitrag vom 02.01.2025

Im ARD-MORGENMAGAZIN vom 2. Januar 2026 wurde ein Beitrag zur neuen Aktivrente ausgestrahlt, für den Lars Rückert von der Fernsehjournalistin Ann-Brit Bakkenbüll interviewet wurde und der seinen Mitarbeiter Winfried Gense bei der Arbeit zeigt.

Winfried Gense ist Servicetechniker bei der Heizungsbaufirma Arnold Rückert GmbH. Er führt mit 77 Jahren noch Wartungsarbeiten an Heizungen durch, arbeitet knapp 30 Stunden pro Woche. Mit der neuen Aktivrente kann er nun bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen – zusätzlich zu seiner Rente.

Sein Chef Lars Rückert sagt dazu im Beitrag: „Die Aktivrente wird den Fachkräftemangel nicht auf einen Schlag lösen, aber sie ist ein wichtiger Baustein“. Er sieht noch Nachbesserungsbedarf.

Den Beitrag können Sie hier sehen:

Bauindustrie fordert Entfesselung der Bauaktivitäten für die Metropolregion Hamburg

Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren

Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur

konsequente Umsetzung der Neufassung der Hamburgischen Bauordnung und der Senats-Initiative zum kostenreduzierten Bauen

Metropolregion stärken: gemeinsame Planung und integriertes Handeln

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein fordert im Vorfeld der Bürgerschaftswahl eine Entfesselung der Bauaktivitäten in der Metropolregion: Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband, der rund 90 Unternehmen mit insgesamt über 8.000 Beschäftigten und einer Jahresbauleistung von rund 2 Mrd. Euro vertritt, hat dazu in einem Impulspapier („8 Impulse für Hamburg“) Vorschläge zu verschiedenen Politikfeldern veröffentlicht. Dazu gehören eine verstärkte Modernisierungder Verkehrsinfrastruktur, eine Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren wie die schnellstmögliche Umsetzung der Neufassung der Hamburgischen Bauordnung (HBauO). Hintergrund sind auch die jüngsten Konjunkturdaten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), die ein weiteres Minus für 2025 prognostizieren.

Vorstandsvorsitzender Olaf Demuth: „Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden hat es gezeigt: Wir dürfen die Infrastruktur nicht verkommen lassen – Bauen sollte deshalb unbedingt eine Daueraufgabe des künftigen Senats sein. Ohne die Bauindustrie wird es in Hamburg keine intakten Brücken und Straßen, keine neuen Bahnlinien, keinen bezahlbaren Wohnraum, keine Energiewende und keine internationale Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion Hamburg geben. Zudem erzeugt jeder in den Bau investierte Euro 2,50 Euro an gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung. Bauen ist die Basis für die Zukunft!“

Entscheidend für die Wiederankurbelung der Wirtschaft ist die Modernisierung und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie die konsequente Umsetzung der von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mit vielen Akteuren, auch dem Bauindustrieverband, erarbeiteten Maßnahmen zum kostenreduzierten Bauen. Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Es gibt einige Hebel, den Wohnungsbau zu vereinfachen, für Bauherren wieder attraktiver und für Nutzer bezahlbar zu machen – ohne auf wesentliche Qualitätsmerkmale zu verzichten.“

Ein wichtiger Hebel sei auch die Flexibilität: Sie ist laut Biel der Schlüssel, um den Anforderungen immer komplexerer Bauprojekte und Rahmenbedingungen gerecht zu werden. „Auftragsvergaben sollten etwa von der klassischen los- und gewerkeweisen Vergabe bis hin zu innovativen Modellen wie IPA reichen, sodass Vorhaben, Ausschreibungen und Verträge passgenau auf das jeweilige Vorhaben abgestimmt werden können.“

Was der Verband ebenfalls den künftigen Abgeordneten und dem künftigen Senat unter anderem empfiehlt: den Abbau von Bürokratie-Hemmnissen, sowie frischen Wind und einen Generationswechsel in den Behörden und Ämtern – beispielsweise mit agilerem und digitalerem Arbeiten sowie integrierteren Prozessen bei Genehmigungen.

Wichtig für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs ist auch das viel stärkere Denken und Handeln als Metropolregion. Manja Biel: „Die Herausforderungen und Chancen des Bauens machen nicht an Stadtgrenzen halt. Nur eine enge Zusammenarbeit in der Metropolregion ermöglicht eine effizientere Infrastrukturplanung, etwa bei Verkehrswegen, Energienetzen und der Schaffung von Wohnraum, um Engpässe zu vermeiden und Ressourcen besser zu nutzen.

Zu den „8 Impulsen für Hamburg“ mit detaillierten Vorschlägen für die neue Legislaturperiode

Zu den neusten Konjunkturprognose-Daten der Hauptverbandes derDeutschen Bauindustrie (HDB)