Podiumsdiskussion „Bauen und Verkehr im Hamburg von morgen“

Pressemitteilung – Es gilt das gesprochene Wort!

Hamburg, 22. Januar 2020. Das Bündnis Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) lud am 22. Januar 2020 zur Podiumsdiskussion mit Hamburger Spitzenpolitikern ein, die im Vorfeld der Bürgerschaftswahl zu den Themen Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr diskutierten.

Michael Seitz, Sprecher der HBAW, eröffnete die Podiumsdiskussion im Ausbildungszentrum Bau in Hamburg-Steilshoop.
Bei der sehr gut besuchten Veranstaltung wurden unter der Moderation von Mathias Iken, stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, wahlprogrammatische Ziele der Parteien kontrovers diskutiert. Anschließend stellten sich die Politiker den Fragen der Hamburger Bau- und Ausbauunternehmer.
Themen waren u.a. der städtische Wohnungsbau, Hamburgs Stadtgrün, nachhaltiger Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung sowie Schul- und Straßenbau.

Podiumsteilnehmer waren

  • Dirk Kienscherf, Fraktionsvorsitzender der SPD Hamburg
  • Dr. Anjes Tjarks, Fraktionsvorsitzender DIE GRÜNEN Hamburg
  • Marcus Weinberg, MdB, Spitzenkandidat der CDU Hamburg
  • Heike Sudmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE Hamburg
  • Michael Kruse, Fraktionsvorsitzender FDP Hamburg

Zitate der Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

Zitat von Michael Seitz, Sprecher der
Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft

„Nach allen aktuellen Umfragen stehen die Themen Bau und Verkehr ganz oben auf der Agenda der Hamburger. Sie interessieren nicht nur die Fachleute, sondern auch Bürgerinnen und Bürger. Diese beiden Politikfelder bieten jede Menge Konfliktstoff, zumal sie von dem Megathema Klimaschutz überlagert werden.“

Zitat Dirk Kienscherf, Fraktionsvorsitzender SPD, Hamburg

“ Für uns ist klar: Wir müssen das Baugewerbe fördern und nicht behindern. Wenn wir weiterhin Baugenehmigungen für 10.000 Wohnungen pro Jahr erreichen, können wir den Wohnungsmarkt stabil halten und mittelfristig die Mieten senken. Doch dafür muss Hamburg Kurs halten. Einen besonderen Fokus legen wir auch auf die Sanierung und Weiterentwicklung unseres städtischen Immobilienbestandes.
Gemeinsam mit unseren Unternehmen wollen wir hohe CO2-Einsparungen bis hin zur Klimaneutralität erreichen. Den Sanierungsstau sind wir seit 2011 auch auf unseren Straßen konsequent angegangen. Wir wollen in unserer wachsenden Stadt die
Infrastruktur so ausbauen, dass es weiterhin möglich ist, auf unterschiedlichen Wegen durch die Stadt zu kommen. Bus, Bahn, Auto, Fahrrad und zu Fuß – die SPD steht für einen echten Mobilitätsmix.“

Zitate Dr. Anjes Tjarks, Fraktionsvorsitzender DIE GRÜNEN, Hamburg

Zu Bauen: „In einer wachsenden Metropole wie Hamburg brauchen
wir auch weiterhin 10.000 Baugenehmigungen jährlich. Wir wollen den
Anteil an bezahlbaren Neubauwohnungen erhöhen und verstärkt preisgedämpften Wohnraum auch für diejenigen Hamburgerinnen und Hamburger schaffen, die keinen Anspruch auf geförderte Wohnungen haben. Dazu brauchen wir das „Bündnis für das Wohnen“ auch in Zukunft. Dieses wollen wir weiterentwickeln zu einem „Bündnis für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen.“

Zu Verkehr: „Wir wollen wir die Verkehrswende endlich umsetzen. Mit dem Ausbau des ÖPNV und des Radverkehrs schaffen wir attraktive und sichere Mobilitätsangebote für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Unser Ziel ist es, den Anteil des Umweltverbundes (also Rad-, Fuß- und öffentlicher Nachverkehr) auf 80 Prozent am Modal-Split zu erhöhen. Das ist gut für die Menschen in dieser Stadt, aber auch für das Klima.“

Zitat Marcus Weinberg, MdB; Spitzenkandidat CDU Hamburg
„Das beste Mittel gegen steigende Mieten ist ein wachsendes Angebot an bezahlbarem Wohnraum. Dafür müssen wir aber noch schneller und günstiger Wohnungen und Häuser bauen, ohne jedoch die Anzahl von Grünflächen in Hamburg zu reduzieren. Für eine systematische Umsetzung dieses Vorhabens fordern wir einen gemeinsamen Metropolplan 2030, der Leitziele für die Metropolregion Hamburg festschreibt und als Vorbereitung für die jeweiligen Flächennutzungs- und Bebauungspläne – auch die der Umlandgemeinden – dient. Wir wollen Verkehrsadern intelligent verlagern oder überdachen und verstärkt Flächen über Supermärkten und anderen gewerblichen Flachbauten nutzen. Schließlich müssen wir Bürokratie abbauen, indem wir einzelne Bauvorschriften nach ihrer Wirkung und Sinnhaftigkeit prüfen und bei Bedarf streichen.“

Zitat Heike Sudmann, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE Linke, Hamburg

„Mit dem Klimaschutz im Wohnungsbau und unserer Forderung nach einem Stadtbahnnetz für Hamburg werden viele Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft auch im neuen Jahrzehnt und darüber hinaus gesichert. Der „goldene Boden“ des Handwerks muss sich auch für die Mitarbeiter_innen bewahrheiten, damit der Fachkräftemangel überwunden werden kann.“

Zitate Michael Kruse, Fraktionsvorsitzender FDP Hamburg

Zu Bauen: „Wohnungsbau ist derzeit eines der wichtigsten politischen Themen der Stadt Hamburg. Ich möchte, dass Hamburg weiter wachsen kann und jeder eine gute und bezahlbare Wohnung finden kann. Dabei lehne ich weitere Regulierungen und staatliche Eingriffe in die Preise ab. Ich möchte, dass die Stadt beim Anstieg der Wohnkosten nicht noch abkassiert und dafür die Grunderwerbsteuer senken.“

Zu Verkehr: „Die Verkehrspolitik ist die größte politische Herausforderung in Hamburg. Derzeit sind wirklich alle Verkehrsteilnehmer genervt: Autofahrer wegen Baustellen und fehlender Koordinierung, Fahrradfahrer wegen schlechter oder fehlender Radwege, HVV-Nutzer wegen der Unzuverlässigkeit z.B. der S-Bahn und Pendler wegen langer Anfahrtswege. Das muss nicht sein! Ich möchte Verkehre beschleunigen und das individuelle Mobilitätsbedürfnis aller unterstützen.“

Hier bitte die Video- und Bildimpressionen der hbaw-Veranstaltung am 22.1.2020

22. Januar 2020 – Podiumsdiskussion zur Bürgerschaftswahl

Am 23. Februar 2020 wird in Hamburg eine neue Bürgerschaft gewählt. Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft interessiert wie sich die Parteien zu den Themen unserer Branchen stellen.  Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft veranstaltet daher am 22. Januar 2020 um 17.00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Bauen und Verkehr im Hamburg von morgen – Ziele der Parteien vor der Bürgerschaftswahl 2020“. Die Politiker erhalten Gelegenheit Auszüge aus den Parteiprogrammen vorzustellen, Fragen des Moderators und Fragen aus dem Plenum zu beantworten.

Podiumsgäste sind

–  Dirk Kienscherf Vorsitzender der Hamburgischen SPD-Bürgerschaftsfraktion, Experte für Stadtentwicklung

–  Dr. Anjes Tjarks, Vorsitzender der Hamburgischen Bürgerschaftsfraktion  DIE GRÜNEN,  Experte für Stadtentwicklung

–  Marcus Weinberg, Bundestagsabgeordneter, Spitzenkandidat der CDU Hamburg

–  Michael Kruse, Vorsitzender der Hamburgischen FDP-Bürgerschaftsfraktion

–  Heike Sudmann, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE, Sprecherin Stadtentwicklung und Verkehr.

Matthias Iken, Stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, wird die Moderation übernehmen.

Die Veranstaltung findet im Ausbildungszentrum Bau, Schwarzer Weg 3 in Hamburg Steilshoop statt. Nach der Podiumsdiskussion gibt es ein Get-Together mit einem Imbiss.

Die Einladung/Anmeldung bitte hier downloaden.

Wir freuen uns auf Sie.

Veranstaltungshinweis: Zwischen 25. UN-Klimakonferenz und Hamburger Klimaplan — Konsequenzen für die Hamburger Wirtschaft

Während Anfang Dezember in Madrid die UN-Klimakonferenz zusammentritt, läuft parallel die letzte Phase der Überarbeitung des Hamburger Klimaplans. Über die Konsequenzen der klimapolitischen Entwicklungen für Hamburger Unternehmer*innen informiert eine Diskussionsveranstaltung mit Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker. Die Teilnahme ist kostenfrei.

  • Wann: Dienstag, 10. Dezember 2019, 17 Uhr.
  • Wo: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1.

Nach Begrüßung durch Handwerkskammer-Präsident Hjalmar Stemmann und Handelskammer-Vizepräses André Mücke hält Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker einen Gastvortrag. Er nimmt auch an einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Hamburger Wirtschaft teil, darunter auch aus dem Handwerk.

Im Börsensaal der Handelskammer besteht anschließend die Möglichkeit zu weiterem Austausch. Akteure aus dem Umwelt- und Klimaschutz in Hamburg präsentieren sich in einer Ausstellung.

Handels- und Handwerkskammer Hamburg sowie die Leitstelle Klima in der Behörde für Umwelt und Energie laden gemeinsam zu der Veranstaltung ein. Eine Anmeldung ist erforderlich ( Link).

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Hamburger Baumaschinenseminar „Alternative Antriebe auf Baustellen“ am 15. November 2019

Der Geräteausschuss des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e. V. veranstaltet dieses Jahr wieder sein HAMBURGER BAUMASCHINEN-SEMINAR, diesmal unter dem Titel „Alternative Antriebe auf Baustellen“. Die Veranstaltung ist wie immer kostenlos und findet am 15. November 2019 im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg statt.

Hier bitte die Einladung downloaden

NDR Hamburg Journal: Streit um den Einsatz von Recycling-Bauschutt

Das NDR Hamburg-Journal berichtete, dass die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft den verstärkten Einsatz von recyceltem Bauschutt für den Straßenbau fordere. Zertifiziertes Baumaterial würde andernfalls weiterhin in riesigen Mengen ungenutzt auf Deponien landen.

Durch viele Baustellen in Hamburg falle auch viel Bauschutt an. Bis Ende 2016 sei  tonnenweise wiederaufbereitetes Material für den Straßenbau in Hamburg eingesetzt worden. Unter der Asphaltdecke sei das Material als Tragschicht verbaut worden. Doch jetzt blieben die Aufbereitungsbetriebe auf ihren Schuttbergen sitzen, weil die Stadt größtenteils auf Naturstein aus Skandinavien oder Schottland setzte. Der wiederum müsse erst Tausende Kilometer per Schiff nach Hamburg gebracht werden.

Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft fordere den verstärkten Einsatz von recyceltem Bauschutt für den Straßenbau. Zertifiziertes Baumaterial würde andernfalls weiterhin in riesigen Mengen ungenutzt auf Deponien landen.

Michael Seitz von der Hamburger Bau- und
Ausbauwirtschaft kritisiere: „Das ist unökologisch. Umweltschutz fängt im
Kleinen an. Wir reden hier aber über sehr große Mengen.“ Eine Million
Tonnen Hamburger Bauschutt würden pro Jahr ungenutzt auf Deponien landen“.