Interview mit Michael Seitz im SUPPLY MAGAZIN

Der Sprecher der HBAW, Michael Seitz, äußerte sich in einem Interview mit Andreas Klose vom SUPPLY MAGAZIN zur Umfrage des ZDB über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bauwirtschaft.

Das ganze Interview lesen Sie hier.

Michael Seitz, Sprecher des Bündnisses Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft

NordBau 2020

NordBau 2020 kann nicht in gewohnter Form stattfinden – Alternativ-Ausstellung mit begleitenden Seminaren wird konzipiert!

In Gesprächen mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium ist deutlich geworden, dass es aus heutiger Sicht keine tragfähige Grundlage gibt, die NordBau in gewohnter Form mit ausschließlich angepassten Maßnahmen starten zu können.

Gleichwohl steht für das Ministerium außer Zweifel, dass das NordBau-Publikum auch in diesem Jahr die Möglichkeit erhalten soll, neue Produkte kennen zu lernen oder Fachberatungen zu erhalten. Das Land werde die Messeleitung dabei unterstützen, tragfähige Alternativlösungen anzubieten.

Da heute noch nicht absehbar ist, wie sich die Corona-Pandemie bis September entwickelt und welche möglichen Lockerungs- oder neuen Schutzmaßnahmen bis dahin möglich oder nötig sind, lässt sich das Ausstellungskonzept heute noch nicht abschließend skizzieren. Es wird aber bereits neu ausgerichtet und geplant.

Klar ist aber: Die Abstands- und Kontaktregeln sowie die für den Einzelhandel geltende Faustregel, dass sich pro zehn Quadratmetern Ausstellungsfläche möglichst nicht mehr als eine Person oder eine Personengruppe des gleichen Hausstands aufhalten sollte, werden weiterhin den Rahmen setzen. Das Gelände und die festen Hallen des Veranstaltungsgeländes Holstenhallen bieten hierfür genügend Fläche und ermöglichen Ausstellern, ihre Kunden einzuladen und dort zu treffen.

Sofern die Infektionskurven also keine weiteren Einschränkungen erfordern, wird diese neue und alternative Präsentationsmöglichkeit Fachausstellung Bau mit Seminaren in Zeiten von Corona powered by NordBau von Mittwoch 9. – Samstag 12. Sept. 2020 stattfinden.

Für die Besucher werden rechtzeitig bis zur Messe die dann gültigen Schutzmaßnahmen zu Hygiene, Abstandsregeln und Registrierung für den Messebesuch auf unserer Internetseite veröffentlicht.

(Das von der Bundesregierung vorgegebene Datum 31.8., welches bis dahin keine Großveranstaltungen erlaubt, besteht weiter.)

Der Hoch- und Tiefbau sowie die Immobilienwirtschaft sind besonders in der aktuellen Zeit starke Säulen der Konjunktur und relevant für den Erhalt der Infrastruktur.

www.nordbau.de

Hamburgs Bau- und Ausbaubetriebe brauchen freie Fahrt

Pressemitteilung der HBAW

Rot-Grün will die Innenstadt für den Verkehr weitestgehend sperren – Bau- und Ausbauhandwerker fordern Mitsprache

Hamburg, 19. Mai 2020. SPD und GRÜNE haben im Zuge der Koalitionsverhandlungen eine autoarme Hamburger Innenstadt beschlossen. Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft  (HBAW) möchte in die Verkehrsplanung eingebunden werden. Bei der Gestaltung neuer autofreier Zonen sollten betroffene Bau- und Ausbauunternehmen gehört und deren Bedürfnisse im Vorfeld mit bedacht werden.

Die Hamburger Bau-, Sanitär-, Klempner-, Installations- und Dachdeckerbetriebe sowie die Metallbauer fragen sich, wie sie künftig noch zum Kunden kommen sollen, wenn die Innenstadt zur autofreien Zone wird, Ausweichstrecken verstopft sind, die Parkplatzsuche erschwert und bürokratische Hürden für Ausnahmegenehmigungen erhöht werden.

„Wir möchten Verkehrsmaßnahmen wie die Planung autofreier Zonen in Hamburg begleiten“, sagt Jens Wagner Obermeister der Innung Sanitär, Heizung, Klempner (SHK), Hamburg. „Bei einer Verkehrsstrategie müssen auch die betroffenen Wirtschaftsunternehmen gehört werden. Der Senat sollte den Verkehr in großen Zonen nicht verbieten und einschränken, ohne die Folgen für die Hamburger Unternehmen entsprechend zu gewichten.“

Wirtschaftsverkehre haben besondere Anforderungen

Die spezifischen Mobilitätsbedürfnisse des Ausbau-Handwerks müssen im Rahmen einer modernen Verkehrspolitik in besonderer Weise beachtet werden.

Michael Seitz, Sprecher der HBAW verweist auf die Verkehrspolitik des Senats:„Der Senat hat in seiner ursprünglichen Verkehrsstrategie festgelegt, dass Wirtschaftsverkehre nicht verhindert, sondern verstetigt und verflüssigt werden sollen. Das muss auch so bleiben.“

Viele Handwerksfahrzeuge sind mobile Werkstätten

Ausbaubetriebe wie Klempner, Sanitär- und Heizungstechniker sowie Dachdecker und Metallbauer sind aufgrund spezifischer Transportaufgaben und komplexer Arbeitsfelder auf flexibel einsetzbare, multifunktionale Fahrzeuge angewiesen.

Ein Fahrzeug im Bau- und Ausbau-Handwerk ist nicht nur ein Transportvehikel, sondern zugleich Arbeitsgerät mit multifunktionaler Ausstattung. Die meist vollbeladenen Fahrzeuge sind im Laufe eines Arbeitstages auch mobile Werkstätten, Ersatzteillager und manchmal auch Maschinenstandorte.

Handwerksfahrzeuge brauchen eigene Parkplätze

Die HBAW fordert speziell ausgewiesene Parkplätze für Transport- und Arbeitsfahrzeuge.„In Hamburg gibt es eigene Parkplätze für Anwohner, für Car Sharing Anbieter, Taxen und Lieferfahrzeuge – warum nicht auch Parkzonen für die Fahrzeuge der Hamburger Bau- und Ausbauunternehmen?“ fragt Seitz. „Die Möglichkeiten zur störungsfreien Abwicklung von Handwerksverkehren können durch die Schaffung von Park- und Arbeitszonen sowie unbürokratische Regelungen verbessert werden“.

Bereits jetzt beeinträchtigen Verkehrsprobleme die Mobilität des Handwerks enorm. Verkehrspolitische Aktivitäten sind daher dringend notwendig, damit die Betriebe ihre Kunden schneller erreichen können. „Viele unserer Betriebe haben kein besonderes Interesse mehr, in der Hamburger Innenstadt  oder in Ottensen zu arbeiten“, stellt Jens Wagner von der SHK-Innung fest. „Sie fahren lieber in andere Stadtteile. Wenn sich die Verkehrspolitik so weiter fortsetzt, werden der Handwerkernotstand und die Wartezeiten in Hamburg noch länger. Irgendwann wird es dann auch höhere Preise für Handwerker aus Ausbaubetrieben geben.

Vor dem Hintergrund der gestrigen Beschlüsse aus den Koalitionsverhandlungen hat sich die HBAW dem Bündnis aus AGA, Handwerkskammer und sieben weiteren Bundes- und Regionalverbänden zugunsten des Wirtschaftsverkehrs in der City angeschlossen. Volker Tschirch, Hauptgeschäftsführer des Norddeutschen Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V. (AGA) und einer der Sprecher des Bündnisses, begrüßt den Beitritt der HBAW. „Die Bau- und Ausbauwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag für die städtebauliche Entwicklung und den Erhalt unserer Infrastruktur. Unser Bündnis erhält damit einen weiteren starken Partner, der sein Know-how in die Diskussion mit Senat und Politik aktiv einbringen wird“, sagte Tschirch. Die Schlagkraft des „Bündnisses für Wirtschaftsverkehre“ werde durch die HBAW weiter gestärkt. 

Hamburger Schutzschirm für die Wirtschaft

Die Stadt Hamburg hat einen Zehn-Punkte-Plan aufgesetzt, mit dem Unternehmen in der Corona-Krise unterstützt werden sollen. Nachfolgend der Zehn-Punkte-Plan im Überblick:

1. Finanzielle Soforthilfe

Ein gestuftes Soforthilfeprogramm stellt Mittel aus einem Notfallfonds bereit, der den Fonds des Bundes ergänzen soll. Es handele sich um „direkte, echte Zuschussmittel“ für durch die Auswirkungen des Coronavirus‘ in finanzielle Not geratene Unternehmen, die je nach Größe Geld in vier Stufen beantragen können.

  • Stufe eins: 2500 Euro (Solo-Selbstständige)
  • Stufe zwei: 5000 Euro (weniger als zehn Mitarbeiter)
  • Stufe drei: 10.000 Euro (10-50 Mitarbeiter)
  • Stufe vier: 25.000 Euro (51-250 Mitarbeiter)
„Hamburger Schutzschirm für die Wirtschaft“ weiterlesen

Forum – Geotechnik und Baubetrieb

SOMMERSEMESTER 2020 · Technische Universität Hamburg

Veranstaltungsort: Technische Universität Hamburg, Harburger Schloßstraße 20, Raum 2.01

Anfahrt mit DB / HVV: S-Bahn Linie S 3/S 31 (HH-Hbf – Neugraben), Haltestelle: Harburg Rathaus

mit dem PKW: über die BAB – Anschlüsse A7 (Abfahrt HH-Heimfeld) und A1 (Abfahrt HH-Harburg)

ZIELSETZUNG
Das »Forum Geotechnik und Baubetrieb« soll den Austausch in Forschung und Lehre zwischen Wissenschaft und Praxis fördern. Interessante Bauvorhaben, Innovationen und aktuelle Forschungsergebnisse bilden den Schwerpunkt. 

Der Kreis der Vortragenden und Zuhörer setzt sich zusammen aus Vertretern der Industrie, Ingenieurbüros, Behörden und Wissenschaft sowie den Mitarbeitern des Instituts und interessierten Studierenden.

EINLADUNG 
Wir laden Sie und Ihre Mitarbeiter sehr herzlich zu den Vorträgen ein. Die Vorträge beginnen jeweils Donnerstag um 17:00 Uhr. Im Anschluss an die 30 bis 45 minütigen Vorträge wird eine lebhafte Diskussion gewünscht.

DIE VORTRÄGE

jeweils donnerstags um 17:00 Uhr, Harburger Schloßstraße 20, Raum 2.01

09.04. Geotechnische Aspekte beim Bau des neuen Schiffshebewerkes Niederfinow 
Dipl.-Ing. C. Puscher, BAW, Referat Geotechnik Nord, Hamburg

23.04. ABS/ NBS Lübeck – Puttgarden (Hinterlandanbindung FBQ) inkl. FSQ: Projektvorstellung und geotechnische Herausforderungen 
Dr. M. Molzahn, H. Timm, DB Netz AG, Hamburg

30.04. Zur Prognose des Pfahltragverhaltens unter Berücksichtigung der Unschärfe 
T. Burgwedel, M.Sc., TUHH, Institut für Geotechnik und Baubetrieb

07.05. Welchen Einfluss hat die Geotechnik auf mögliche Ausführungsvarianten der Köhlbrandquerung? 
Dipl.-Ing. I. Hecht, Hamburg Port Authority AöR, Hamburg

14.05. Innovations in ground improvement: synergies between chemistry and soil mechanics 
Dr. G. Spagnoli, BASF Construction Solutions GmbH, Trostberg

28.05. Wirtsgestein Steinsalz zur Aufnahme radioaktiver Abfälle vs. Tiefenlager Asse II 
Prof. Dr.-Ing. J. Stahlmann, TU Braunschweig, Institut für Geomechanik und Geotechnik

11.06. Unterschiede zwischen Pfählen und Stabilisierungssäulen System CMC mit Bemessungsbeispielen 
J. Racinais, J. Kirstein, MENARD, Paris, Seevetal 
C. Tinat, M.Sc., TUHH, Institut für Geotechnik und Baubetrieb

18.06. Kontrollstrategien zur Stabilisierung schwerer Baumaschinen 
F. Williams Riquer, M.Sc., TUHH, Institut für Geotechnik und Baubetrieb

25.06. Baumaschinen und Baugeräte als Datentransformator 
D. Schnittjer, VDBUM Service GmbH, Stuhr

02.07. Weiterentwicklung des Großen Wellenkanals am Forschungszentrum 
Küste: Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende 
Prof. Dr.-Ing. habil. N. Goseberg, TU Braunschweig, Leichtweiß-Institut für Wasserbau

09.07. Spezialtiefbau für ein Infrastrukturprojekt in Oslo, Norwegen
Dr. C. Kummerer, Keller Holding GmbH, Frankfurt

Einladung als PDF downloaden