Wohnungsbau-Tag 2026: Klare Signale für einen Neustart im Wohnungsbau

Verbändebündnis Wohnungsbau

Am 26. März 2026 fand in Berlin der 17. Wohnungsbau-Tag des Verbändebündnisses „Impulse für den Wohnungsbau“ statt – der zentrale Branchengipfel für Politik, Bau- und Immobilienwirtschaft in Deutschland.

Unter dem Leitmotiv „Worauf wartet Deutschland? – Raus aus der Krisenstarre auf dem Wohnungsmarkt“ stand die Veranstaltung im Zeichen der anhaltenden Krise im Wohnungsbau und der dringenden Notwendigkeit politischer und struktureller Reformen.

Dramatische Lage auf dem Wohnungsmarkt

Die aktuelle Situation wurde gleich zu Beginn deutlich: Der Wohnungsbau in Deutschland befindet sich weiterhin in einer tiefen Krise. Sinkende Baugenehmigungen, hohe Baukosten und schwierige Finanzierungsbedingungen führen dazu, dass dringend benötigter Wohnraum nicht geschaffen wird.

Eine neue Wohnungsbau-Studie, vorgestellt im Rahmen der Veranstaltung, unterstreicht die Dringlichkeit: Das „System Wohnungsbau“ steht an einem Kipppunkt – mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und soziale Stabilität.

Prof. Dietmar Walberg; Foto: Verbändebündnis Wohnungsbau

Politik im direkten Dialog mit der Branche

Im Zentrum des Wohnungsbau-Tages stand die sogenannte „Polit-Arena“, in der Vertreter aller relevanten politischen Parteien mit der Branche diskutierten.

Zu den Teilnehmenden zählten unter anderem:

  *   Bundesbauministerin Verena Hubertz

  *   Jens Spahn (CDU/CSU)

  *   Dr. Matthias Miersch (SPD)

  *   Felix Banaszak (Bündnis 90/Die Grünen)

  *   Ines Schwerdtner (Die Linke)

Diskutiert wurden vor allem:

  *   Wege zur Senkung der Baukosten

  *   Vereinfachung von Bauvorschriften

  *   Maßnahmen für mehr bezahlbaren Wohnraum

  *   die Rolle von Förderung und Finanzierung

Ein zentrales Fazit: Ohne mutige politische Entscheidungen und einen konsequenten Abbau regulatorischer Hürden wird der Wohnungsbau in Deutschland nicht wieder in Gang kommen.

Impulse für kostengünstigeres und schnelleres Bauen

Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie künftig einfacher, schneller und günstiger gebaut werden kann.

Diskutiert wurden unter anderem:

  *   neue Bau- und Gebäudetypen („Einfaches Bauen“)

  *   Reduzierung technischer Anforderungen

  *   effizientere Förderstrukturen

  *   innovative Bauweisen und Best-Practice-Beispiele aus den Ländern

Der Tenor der Branche ist eindeutig: Es braucht einen Paradigmenwechsel – weg von immer komplexeren Anforderungen hin zu praktikablen Lösungen für bezahlbaren Wohnraum.

Für die HBAW bestätigt der Wohnungsbau-Tag die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre: Nur durch entschlossenes gemeinsames Handeln von Politik, Bauwirtschaft und Gesellschaft kann der Wohnungsbau wieder deutlich gesteigert werden – auch in Hamburg.

Präsident Schubert-Raab faßt es in einem Satz zusammen:: „Nicht länger diskutieren, sondern einfach mehr bauen“.

GaLaBau-Fachtagung setzt starkes Zeichen für klimaresiliente Stadtplanung

Ludger Plaßmann begrüßte die zahlreichen Gäste

Mit einer gelungenen Premiere in Schleswig-Holstein unterstrich die GaLaBau-Fachtagung am 20. Februar in Norderstedt ihre Bedeutung als zentrale Plattform für den fachlichen Austausch im Norden. Rund 200 Expertinnen und Experten aus Garten- und Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft diskutierten aktuelle Strategien zur Klimaanpassung und grün-blauen Infrastruktur.

Als Repräsentantin des Hamburger Senats leitete Dr. Stefanie von Berg, Staatsrätin der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), die GaLaBau-Fachtagung mit einem Grußwort ein.

Staatsrätin Dr. Stefanie von Berg

Im Mittelpunkt der weiteren Vorträge standen zukunftsweisende Konzepte für klimaresiliente Städte – von Dach- und Fassadenbegrünung über Schwammstadt-Modelle bis hin zur Rolle urbaner Bäume. Der erste Referent der Fachtagung war Dr. Bernhard Scharf, Wissenschaftler am Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau an der BOKU Universität in Wien.

Dr. Bernhard Scharf

Danach stellte Ludger Plaßmann der Referentin Lene Zingenberg, Projektleiterin und Landschaftsarchitektin beim Architekturbüro Cobe in Kopenhaben die Frage: „Was können Dänen besser?“ Cobe gestaltet zukunftsfähige Projekte im Spannungsfeld von Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur.Die Beiträge der Referierenden machten deutlich, wie entscheidend integrierte Planung und interdisziplinäre Zusammenarbeit für lebenswerte Städte sind.

Besonders positiv aufgenommen wurde der Schulterschluss der norddeutschen Verbände im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord (FGL Nord). Die Veranstaltung sendete damit nicht nur fachlich, sondern auch strukturell ein starkes Signal für mehr Vernetzung und gemeinsame Lösungen im Zeichen des Klimawandels.

Das Fazit der Organisatoren fiel entsprechend optimistisch aus: Die Fachtagung bot wertvolle Impulse, regte intensive Diskussionen an und bestätigte einmal mehr die Schlüsselrolle des Garten- und Landschaftsbaus bei der Gestaltung nachhaltiger und zukunftsfähiger Stadträume.

Rekordbeteiligung und klare Botschaften beim 54. VDBUM-Großseminar

Vom 10. bis 13. Februar wurde das nordhessische Willingen erneut zum Treffpunkt der Baubranche: Zum 54. Großseminar des VDBUM kamen rund 1.200 Teilnehmende – so viele wie nie zuvor an diesem Standort. Unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand vor allem eines im Fokus: die Bedeutung von Vernetzung, Daten und Kommunikation.

VDBUM-Präsident Dirk Bennje zog ein positives Fazit und sprach von einem „Großseminar der Superlative“. Besonders die rund 50 Fachvorträge seien auf große Resonanz gestoßen. Inhaltlich rückte Bennje die digitale Baustelle in den Mittelpunkt. Technologien wie MiC 4.0 und der SiteRouter sollen die herstellerunabhängige Datenkommunikation zwischen Maschinen verbessern – ein Schlüsselthema für effizientere Bauprozesse.

Im Lounge-Talk diskutierten Branchenvertreter von Hochtief, Kiesel GmbH und Wirtgen Group über den zunehmenden Stellenwert von Echtzeitdaten. Einigkeit herrschte beim Blick auf das Baujahr 2026: Der Infrastrukturbedarf bleibe enorm, die Branche zeige sich entsprechend optimistisch.


Einigkeit auf dem Podium: Die Akteure der Branche haben sich auf
die anstehenden Bauaufgaben vorbereitet. Nun ist die Politik am
Zuge.

Für Gesprächsstoff sorgte die Keynote des ehemaligen Finanzministers Christian Lindner, der für Deregulierung und mehr wirtschaftliche Freiräume warb. Die Diskussionen machten deutlich, was viele Teilnehmende forderten: politische Verlässlichkeit. „Wir brauchen Verlässlichkeit“, betonte Bennje – und unterstrich damit den Anspruch des Verbandes, Brücken zwischen Branche und Politik zu bauen.

54. VDBUM Großseminar mit 1.200 Teilnehmenden baut Brücken

Nicht nur die Branche befindet sich im Wandel, sondern auch ihr Selbstverständnis. Dies war auf dem Großseminar des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) vom 10. bis 13. Februar in Willingen deutlich spürbar. Die Rekordteilnahme an der Veranstaltung, die unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand, bekräftigt zudem, dass sich die vielen Herausforderungen nur durch ein starkes Netzwerk meistern lassen und der persönliche Austausch alles andere als ein Auslaufmodell ist.

„Es war ein Großseminar der Superlative“, lautet das Fazit von VDBUM-Präsident Dirk Bennje. „Wir haben die ultimative Teilnehmerzahl erreicht, die wir an diesem Standort erreichen können. Das Vortragsprogramm war von höchster Qualität, wie die Rückmeldungen von Teilnehmenden bestätigen, zudem waren die rund 50 Vorträge durch die Bank gut besucht“, so Bennje weiter.

„Die Baubranche war früher ein Erlediger, nun befindet sie sich im Wandel zum Partner, um dieHerausforderungen dieses Landes zu bewältigen“, erklärte Dirk Bennje bei der Eröffnung der ersten Abendgala. Als entscheidendes Thema nannte er die Kommunikation von Baumaschinen auf der Baustelle. Dies sei durch die Entwicklung von MiC 4.0 möglich – „aber es flutscht noch nicht richtig“.

Bennje wies hier auch auf den SiteRouter hin. Der VDBUM warb an seinem Stand für dieherstellerunabhängige Datendrehscheibe, die nach dem Vorbild des etablierten Agrirouters bei Mischflotten und inkompatiblen Schnittstellen eine einheitliche Verbindung schafft. „Wir verstehen uns als Anbieter, der die Datenkommunikation vorantreibt“, so Bennje.


Erfolgsmodell: Der „Tag der Arbeitskreise“ wurde wieder sehr gut
angenommen. 

Optimistisch ins Baujahr 2026

Zum anschließenden Lounge-Talk bat Moderatorin Alexandra von Lingen – Jörg Laue (CFO der Hochtief Infrastructure GmbH und Mitglied des Aufsichtsrats der Hochtief AG), Maximilian Schmidt (Geschäftsführer Vertrieb bei der Kiesel GmbH) und Markus BühlProkurist und Vertriebsleiter der Wirtgen Group Deutschland), als Vertreter der dreiSchwerpunktpartner auf die als Baubesprechung gestaltete Bühne. Sie gaben einen Ausblick auf dienhalte ihrer zahlreichen Vorträge und verdeutlichten, wie essentiell das Generieren von Daten – in Echtzeit – für die Beschleunigung der Bauprozesse ist. Alle drei blickten mit Optimismus in das beginnende Baujahr, in dem es genug zu tun gibt, denn „wir haben einen enormen Bedarf an Infrastruktur“, sagte Markus Bühl.

Die Keynote hielt der ehemalige Finanzminister Christian Lindner, der sich für weniger staatliche Bevormundung und mehr Deregulierung stark machte. Der Vortrag polarisierte, was laut VDBUM-Präsident Dirk Bennje, durchaus gewollt war, und führte zu angeregten Diskussionen an den Tischen.

„Wenn die Politik 500 Mrd. Euro verspricht, dann müssen die Gelder auch fließen“, sagte der VDBUM-Präsident am Mittwochmorgen zum Start des Seminarprogramms und brachte auf den Punkt, woranes der Branche fehlt: „Wir brauchen Verlässlichkeit.“ Der VDBUM versteht es als seine Aufgabe, Brücken zwischen der Branche und der Politik zu bauen.

13. VDBUM-Förderpreis: Innovationswettbewerb mit Rekordbeteiligung

Ausgezeichnet: Die Erstplatzierten des VDBUM Förderpreises – Marten Buse (3.v.l., Dynapac), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Melzner (3.v.r., Bauhaus-Universität Weimar Claudia Föllmer) , Sebastian Kaluza (2.v.r., abaut GmbH) mit VDBUM Präsident Dirk Bennje (l.), seinem Stellvertreter Marco Fecke (r.), Vorstand Prof. Jan Scholten (2.v.l.)

Die deutsche Bau- und Maschinenbranche zeigt sich weiterhin ideenreich: Beim 13. VDBUM-Förderpreis wurden so viele Projekte eingereicht wie nie zuvor. Insgesamt 53 Bewerbungen gingen ins Rennen – ein neuer Höchstwert für den renommierten Branchenpreis.

Verliehen wurde die Auszeichnung am 11. Februar 2026 im Rahmen des 54. VDBUM-Großseminars im Kongresszentrum Sauerland Stern in Willingen. Zu den diesjährigen Preisträgern zählen die Dynapac GmbH, die abaut GmbH sowie die Bauhaus-Universität Weimar.

Innovationskraft widerlegt gängige Klischees

Der häufig geäußerten These, der deutsche Erfindergeist verliere an Dynamik, erteilte die Jury eine klare Absage. „Weder an der Menge noch an der Qualität der Einreichungen mangelte es“, betonte VDBUM-Vorstand Prof. Jan Scholten, der die Preisverleihung moderierte. Insbesondere das hohe fachliche Niveau der Beiträge sei bemerkenswert gewesen.

Der Förderpreis verfolgt das Ziel, innovative Ideen und zukunftsweisende Entwicklungen sichtbar zu machen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vergeben wird die Auszeichnung traditionell in drei Kategorien:

  • Innovationen aus der Praxis
  • Entwicklungen aus der Industrie
  • Projekte aus Hochschulen und Universitäten

Bewertung auf Spitzenniveau

Die eingereichten Projekte wurden von einer Expertenjury anhand klar definierter Kriterien bewertet. Im Fokus standen dabei unter anderem:

  • Innovationsgrad
  • Sicherheit, Ergonomie und Umweltaspekte
  • Wirtschaftlichkeit
  • Technischer Anspruch
  • Praxisrelevanz

Wie eng die Entscheidung ausfiel, verdeutlicht ein Blick auf die Bewertungsergebnisse: In zwei Kategorien lagen zwischen dem Sieger und dem Viertplatzierten lediglich Dezimalstellen. Ein deutliches Zeichen dafür, wie dicht das Feld und wie hoch das Innovationsniveau der Branche derzeit ist.

Signal für die Branche

Die Rekordbeteiligung und die knappen Ergebnisse unterstreichen die anhaltende Innovationsdynamik innerhalb der Bau-, Umwelt- und Maschinentechnik. Der VDBUM-Förderpreis bleibt damit nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Gradmesser für technologische und praktische Entwicklungen in der Branche.

Hamburger Wärmepumpenforum 2026: Impulse für die Wärmewende im Bestand

Am 29. Januar 2026 fand in der Factory Hammerbrooklyn das Hamburger Wärmepumpenforum statt – eine zentrale Fachveranstaltung für Handwerk, Planung und Energieberatung rund um die Wärmewende im Gebäudebestand. Organisiert von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) sowie der Umweltbehörde (BUKEA), bot das Forum Raum für Information, Austausch und Vernetzung zu technischen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Senatorin Karen Pein und Senatorin Katharina fegebank begrüßen die Gäste

Nach der Begrüßung durch Senatorin Karen Pein und Senatorin Katharina Fegebank und Fachmoderation folgte ein vielbeachteter Vortrag von Andreas Kopp vom Fachverband Sanitär Heizung Klempner Hamburg e.V., der die klimapolitische Dringlichkeit betonte und auf das Hamburger Ziel der Klimaneutralität bis 2040 verwies. Weitere Fachinputs beleuchteten unter anderem das Potenzial erneuerbarer Energien, die Niedertemperaturfähigkeit von Wärmepumpen sowie praktische Erfahrungen aus Wohnungswirtschaft und Ingenieurpraxis.

Andreas Kopp

Ergänzt wurde das Programm durch moderierte Diskussionsräume zu kommunalen Rollouts, Mehrfamilienhäusern und dem Betrieb von Wärmepumpen bei winterlichen Temperaturen. Das Wärmepumpenforum zeigte deutlich: Mit gezielten Förderprogrammen, technischer Weiterentwicklung und enger Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Akteuren und dem Handwerk kann die Energiewende nicht nur beschleunigt, sondern auch zum wichtigen Jobmotor für die Region werden.