Hamburg hat die Chance, sich erneut als Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Spiele zu bewerben – und die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich.
Olympische und Paralympische Spiele sind weit mehr als ein sportliches Großereignis. Sie sind ein kraftvoller Impuls für Stadtentwicklung, Infrastruktur und wirtschaftliche Dynamik. Für Hamburg bedeutet eine Bewerbung die Möglichkeit, dringend benötigte Investitionen gezielt voranzubringen – von moderner Verkehrsinfrastruktur über nachhaltigen Wohnungsbau bis hin zur Weiterentwicklung ganzer Stadtquartiere.
Gerade die Bauwirtschaft spielt dabei eine Schlüsselrolle: Ohne leistungsfähige Bau- und Ausbauunternehmen lassen sich solche Zukunftsprojekte nicht realisieren. Gleichzeitig bieten die Spiele die Chance, Innovationen im nachhaltigen Bauen, in der Digitalisierung und in der Fachkräftesicherung sichtbar zu machen und voranzutreiben.
Ein olympisches Hamburg kann zudem ein starkes Signal senden – für Offenheit, Internationalität und Zusammenhalt. Die Paralympics stehen darüber hinaus für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe, Werte, die auch in der Bauwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Für die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. ist klar: Eine Bewerbung ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt. Entscheidend wird sein, die Spiele nachhaltig, wirtschaftlich verantwortungsvoll und mit einem klaren Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger zu planen.
Hamburg kann Olympia – und Hamburg sollte diese Chance nutzen.
Hamburg steht vor großen Bauaufgaben – und braucht dafür vor allem eines: qualifizierten Nachwuchs. Genau hier setzt das BAUFESTival 2026 an: Am 31. März und 1. April öffnet das Ausbildungszentrum-Bau Hamburg (AZB) in Steilshoop bereits zum vierten Mal seine Tore und bringt junge Menschen direkt in Kontakt mit den Berufen und Unternehmen der Bauwirtschaft.
Mit über 2.300 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt sich schon im Vorfeld: Das Interesse ist groß – und der Bedarf ebenso.
Bau-Berufe zum Anfassen statt nur zum Zuhören
Was das BAUFESTival besonders macht, ist sein konsequent praxisnaher Ansatz. Auf einem 16.000 m² großen Gelände erleben Schülerinnen und Schüler die Bauwirtschaft nicht abstrakt, sondern konkret – mit Werkzeug in der Hand.
Ob Mauern setzen, Minibagger fahren oder einen Handyhalter zimmern: Neun zentrale Ausbildungsberufe werden erlebbar gemacht. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von Auszubildenden, die Einblicke aus erster Hand geben und als authentische Ansprechpartner fungieren.
Ein Auszubildender mit einem Exoskelett
Diese Form der Berufsorientierung ist entscheidend – gerade in einer Zeit, in der die Bauwirtschaft vor großen Herausforderungen steht: steigender Fachkräftebedarf, ambitionierte Klimaziele und ein enormer Investitionsdruck in Infrastruktur und Wohnungsbau.
Politische Unterstützung und klare Botschaft
Dass die Bedeutung der Branche auch politisch erkannt wird, zeigt der Besuch von Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, am 1. April. Ihr Rundgang unterstreicht die zentrale Rolle der Bauwirtschaft für die Entwicklung Hamburgs:
„Investitionen in Infrastruktur sind derzeit in aller Munde – ohne die Bauwirtschaft werden sie nicht entstehen. Hamburg braucht kluge Köpfe und starke Hände – und das BAUFESTival ist für viele der erste Schritt auf eine spannende berufliche Baustelle mit Zukunft.“
Diese Botschaft ist klar: Ohne qualifizierten Nachwuchs lassen sich weder Wohnungsbauziele noch Infrastrukturprojekte realisieren.
Direkter Draht zu Unternehmen
Ein besonderer Mehrwert des BAUFESTivals ist die unmittelbare Vernetzung. Über 30 Unternehmen aus der Bauwirtschaft sind vor Ort vertreten und bieten konkrete Perspektiven – von Praktika bis hin zu Ausbildungsplätzen.
Statt anonymer Bewerbungsverfahren entstehen hier persönliche Gespräche und erste Kontakte. Für viele Jugendliche ist das der entscheidende Schritt in Richtung Ausbildung.
Auch Matthias Kloß, Geschäftsführer des AZB, betont die Bedeutung dieses Formats:
„Unser Ziel ist es, jungen Menschen praxisnah zu zeigen, welche spannenden Karrieremöglichkeiten die Bauwirtschaft bietet und ihnen den direkten Zugang zu Praktika und Ausbildungsplätzen zu ermöglichen.“
Moderne Bauwirtschaft erleben
Das BAUFESTival zeigt zudem, wie innovativ die Branche heute ist. Neben klassischen Handwerksberufen werden auch technologische Entwicklungen präsentiert:
Virtuelles Baggerfahren an modernen Simulatoren
Einsatz eines Roboterhundes im Bauwesen
Demonstration eines Exoskeletts zur körperlichen Entlastung
Virtuelles Baggerfahren am Bausimulator
Damit wird deutlich: Bau ist längst mehr als körperliche Arbeit – es ist ein Hightech-Sektor mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten.
Nachwuchsförderung als Schlüssel für Hamburg
Für die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. ist das BAUFESTival ein zentrales Element der Nachwuchssicherung. Denn klar ist: Die Transformation der Stadt – hin zu mehr Wohnraum, moderner Infrastruktur und Klimaneutralität – kann nur mit ausreichend qualifizierten Fachkräften gelingen.
Das BAUFESTival schafft dafür die Grundlage: Es weckt Interesse, baut Vorurteile ab und eröffnet konkrete Wege in die Branche.
Oder anders gesagt: Hier beginnt die Zukunft des Bauens – mitten in Hamburg.
Am 26. März 2026 fand in Berlin der 17. Wohnungsbau-Tag des Verbändebündnisses „Impulse für den Wohnungsbau“ statt – der zentrale Branchengipfel für Politik, Bau- und Immobilienwirtschaft in Deutschland.
Unter dem Leitmotiv „Worauf wartet Deutschland? – Raus aus der Krisenstarre auf dem Wohnungsmarkt“ stand die Veranstaltung im Zeichen der anhaltenden Krise im Wohnungsbau und der dringenden Notwendigkeit politischer und struktureller Reformen.
Dramatische Lage auf dem Wohnungsmarkt
Die aktuelle Situation wurde gleich zu Beginn deutlich: Der Wohnungsbau in Deutschland befindet sich weiterhin in einer tiefen Krise. Sinkende Baugenehmigungen, hohe Baukosten und schwierige Finanzierungsbedingungen führen dazu, dass dringend benötigter Wohnraum nicht geschaffen wird.
Eine neue Wohnungsbau-Studie, vorgestellt im Rahmen der Veranstaltung, unterstreicht die Dringlichkeit: Das „System Wohnungsbau“ steht an einem Kipppunkt – mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und soziale Stabilität.
Prof. Dietmar Walberg; Foto: Verbändebündnis Wohnungsbau
Politik im direkten Dialog mit der Branche
Im Zentrum des Wohnungsbau-Tages stand die sogenannte „Polit-Arena“, in der Vertreter aller relevanten politischen Parteien mit der Branche diskutierten.
Zu den Teilnehmenden zählten unter anderem:
* Bundesbauministerin Verena Hubertz
* Jens Spahn (CDU/CSU)
* Dr. Matthias Miersch (SPD)
* Felix Banaszak (Bündnis 90/Die Grünen)
* Ines Schwerdtner (Die Linke)
Diskutiert wurden vor allem:
* Wege zur Senkung der Baukosten
* Vereinfachung von Bauvorschriften
* Maßnahmen für mehr bezahlbaren Wohnraum
* die Rolle von Förderung und Finanzierung
Ein zentrales Fazit: Ohne mutige politische Entscheidungen und einen konsequenten Abbau regulatorischer Hürden wird der Wohnungsbau in Deutschland nicht wieder in Gang kommen.
Impulse für kostengünstigeres und schnelleres Bauen
Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie künftig einfacher, schneller und günstiger gebaut werden kann.
Diskutiert wurden unter anderem:
* neue Bau- und Gebäudetypen („Einfaches Bauen“)
* Reduzierung technischer Anforderungen
* effizientere Förderstrukturen
* innovative Bauweisen und Best-Practice-Beispiele aus den Ländern
Der Tenor der Branche ist eindeutig: Es braucht einen Paradigmenwechsel – weg von immer komplexeren Anforderungen hin zu praktikablen Lösungen für bezahlbaren Wohnraum.
Für die HBAW bestätigt der Wohnungsbau-Tag die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre: Nur durch entschlossenes gemeinsames Handeln von Politik, Bauwirtschaft und Gesellschaft kann der Wohnungsbau wieder deutlich gesteigert werden – auch in Hamburg.
Präsident Schubert-Raab faßt es in einem Satz zusammen:: „Nicht länger diskutieren, sondern einfach mehr bauen“.
Mit einer gelungenen Premiere in Schleswig-Holstein unterstrich die GaLaBau-Fachtagung am 20. Februar in Norderstedt ihre Bedeutung als zentrale Plattform für den fachlichen Austausch im Norden. Rund 200 Expertinnen und Experten aus Garten- und Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft diskutierten aktuelle Strategien zur Klimaanpassung und grün-blauen Infrastruktur.
Als Repräsentantin des Hamburger Senats leitete Dr. Stefanie von Berg, Staatsrätin der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), die GaLaBau-Fachtagung mit einem Grußwort ein.
Staatsrätin Dr. Stefanie von Berg
Im Mittelpunkt der weiteren Vorträge standen zukunftsweisende Konzepte für klimaresiliente Städte – von Dach- und Fassadenbegrünung über Schwammstadt-Modelle bis hin zur Rolle urbaner Bäume. Der erste Referent der Fachtagung war Dr. Bernhard Scharf, Wissenschaftler am Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau an der BOKU Universität in Wien.
Dr. Bernhard Scharf
Danach stellte Ludger Plaßmann der Referentin Lene Zingenberg, Projektleiterin und Landschaftsarchitektin beim Architekturbüro Cobe in Kopenhaben die Frage: „Was können Dänen besser?“ Cobe gestaltet zukunftsfähige Projekte im Spannungsfeld von Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur.Die Beiträge der Referierenden machten deutlich, wie entscheidend integrierte Planung und interdisziplinäre Zusammenarbeit für lebenswerte Städte sind.
Besonders positiv aufgenommen wurde der Schulterschluss der norddeutschen Verbände im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord (FGL Nord). Die Veranstaltung sendete damit nicht nur fachlich, sondern auch strukturell ein starkes Signal für mehr Vernetzung und gemeinsame Lösungen im Zeichen des Klimawandels.
Das Fazit der Organisatoren fiel entsprechend optimistisch aus: Die Fachtagung bot wertvolle Impulse, regte intensive Diskussionen an und bestätigte einmal mehr die Schlüsselrolle des Garten- und Landschaftsbaus bei der Gestaltung nachhaltiger und zukunftsfähiger Stadträume.
Vom 10. bis 13. Februar wurde das nordhessische Willingen erneut zum Treffpunkt der Baubranche: Zum 54. Großseminar des VDBUM kamen rund 1.200 Teilnehmende – so viele wie nie zuvor an diesem Standort. Unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand vor allem eines im Fokus: die Bedeutung von Vernetzung, Daten und Kommunikation.
VDBUM-Präsident Dirk Bennje zog ein positives Fazit und sprach von einem „Großseminar der Superlative“. Besonders die rund 50 Fachvorträge seien auf große Resonanz gestoßen. Inhaltlich rückte Bennje die digitale Baustelle in den Mittelpunkt. Technologien wie MiC 4.0 und der SiteRouter sollen die herstellerunabhängige Datenkommunikation zwischen Maschinen verbessern – ein Schlüsselthema für effizientere Bauprozesse.
Im Lounge-Talk diskutierten Branchenvertreter von Hochtief, Kiesel GmbH und Wirtgen Group über den zunehmenden Stellenwert von Echtzeitdaten. Einigkeit herrschte beim Blick auf das Baujahr 2026: Der Infrastrukturbedarf bleibe enorm, die Branche zeige sich entsprechend optimistisch.
Einigkeit auf dem Podium: Die Akteure der Branche haben sich auf die anstehenden Bauaufgaben vorbereitet. Nun ist die Politik am Zuge.
Für Gesprächsstoff sorgte die Keynote des ehemaligen Finanzministers Christian Lindner, der für Deregulierung und mehr wirtschaftliche Freiräume warb. Die Diskussionen machten deutlich, was viele Teilnehmende forderten: politische Verlässlichkeit. „Wir brauchen Verlässlichkeit“, betonte Bennje – und unterstrich damit den Anspruch des Verbandes, Brücken zwischen Branche und Politik zu bauen.
54. VDBUM Großseminar mit 1.200 Teilnehmenden baut Brücken
Nicht nur die Branche befindet sich im Wandel, sondern auch ihr Selbstverständnis. Dies war auf dem Großseminar des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) vom 10. bis 13. Februar in Willingen deutlich spürbar. Die Rekordteilnahme an der Veranstaltung, die unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand, bekräftigt zudem, dass sich die vielen Herausforderungen nur durch ein starkes Netzwerk meistern lassen und der persönliche Austausch alles andere als ein Auslaufmodell ist.
„Es war ein Großseminar der Superlative“, lautet das Fazit von VDBUM-Präsident Dirk Bennje. „Wir haben die ultimative Teilnehmerzahl erreicht, die wir an diesem Standort erreichen können. Das Vortragsprogramm war von höchster Qualität, wie die Rückmeldungen von Teilnehmenden bestätigen, zudem waren die rund 50 Vorträge durch die Bank gut besucht“, so Bennje weiter.
„Die Baubranche war früher ein Erlediger, nun befindet sie sich im Wandel zum Partner, um dieHerausforderungen dieses Landes zu bewältigen“, erklärte Dirk Bennje bei der Eröffnung der ersten Abendgala. Als entscheidendes Thema nannte er die Kommunikation von Baumaschinen auf der Baustelle. Dies sei durch die Entwicklung von MiC 4.0 möglich – „aber es flutscht noch nicht richtig“.
Bennje wies hier auch auf den SiteRouter hin. Der VDBUM warb an seinem Stand für dieherstellerunabhängige Datendrehscheibe, die nach dem Vorbild des etablierten Agrirouters bei Mischflotten und inkompatiblen Schnittstellen eine einheitliche Verbindung schafft. „Wir verstehen uns als Anbieter, der die Datenkommunikation vorantreibt“, so Bennje.
Erfolgsmodell: Der „Tag der Arbeitskreise“ wurde wieder sehr gut angenommen.
Optimistisch ins Baujahr 2026
Zum anschließenden Lounge-Talk bat Moderatorin Alexandra von Lingen – Jörg Laue (CFO der Hochtief Infrastructure GmbH und Mitglied des Aufsichtsrats der Hochtief AG), Maximilian Schmidt (Geschäftsführer Vertrieb bei der Kiesel GmbH) und Markus BühlProkurist und Vertriebsleiter der Wirtgen Group Deutschland), als Vertreter der dreiSchwerpunktpartner auf die als Baubesprechung gestaltete Bühne. Sie gaben einen Ausblick auf dienhalte ihrer zahlreichen Vorträge und verdeutlichten, wie essentiell das Generieren von Daten – in Echtzeit – für die Beschleunigung der Bauprozesse ist. Alle drei blickten mit Optimismus in das beginnende Baujahr, in dem es genug zu tun gibt, denn „wir haben einen enormen Bedarf an Infrastruktur“, sagte Markus Bühl.
Die Keynote hielt der ehemalige Finanzminister Christian Lindner, der sich für weniger staatliche Bevormundung und mehr Deregulierung stark machte. Der Vortrag polarisierte, was laut VDBUM-Präsident Dirk Bennje, durchaus gewollt war, und führte zu angeregten Diskussionen an den Tischen.
„Wenn die Politik 500 Mrd. Euro verspricht, dann müssen die Gelder auch fließen“, sagte der VDBUM-Präsident am Mittwochmorgen zum Start des Seminarprogramms und brachte auf den Punkt, woranes der Branche fehlt: „Wir brauchen Verlässlichkeit.“ Der VDBUM versteht es als seine Aufgabe, Brücken zwischen der Branche und der Politik zu bauen.