
Vom 10. bis 13. Februar wurde das nordhessische Willingen erneut zum Treffpunkt der Baubranche: Zum 54. Großseminar des VDBUM kamen rund 1.200 Teilnehmende – so viele wie nie zuvor an diesem Standort. Unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand vor allem eines im Fokus: die Bedeutung von Vernetzung, Daten und Kommunikation.
VDBUM-Präsident Dirk Bennje zog ein positives Fazit und sprach von einem „Großseminar der Superlative“. Besonders die rund 50 Fachvorträge seien auf große Resonanz gestoßen. Inhaltlich rückte Bennje die digitale Baustelle in den Mittelpunkt. Technologien wie MiC 4.0 und der SiteRouter sollen die herstellerunabhängige Datenkommunikation zwischen Maschinen verbessern – ein Schlüsselthema für effizientere Bauprozesse.
Im Lounge-Talk diskutierten Branchenvertreter von Hochtief, Kiesel GmbH und Wirtgen Group über den zunehmenden Stellenwert von Echtzeitdaten. Einigkeit herrschte beim Blick auf das Baujahr 2026: Der Infrastrukturbedarf bleibe enorm, die Branche zeige sich entsprechend optimistisch.

Einigkeit auf dem Podium: Die Akteure der Branche haben sich auf
die anstehenden Bauaufgaben vorbereitet. Nun ist die Politik am
Zuge.
Für Gesprächsstoff sorgte die Keynote des ehemaligen Finanzministers Christian Lindner, der für Deregulierung und mehr wirtschaftliche Freiräume warb. Die Diskussionen machten deutlich, was viele Teilnehmende forderten: politische Verlässlichkeit. „Wir brauchen Verlässlichkeit“, betonte Bennje – und unterstrich damit den Anspruch des Verbandes, Brücken zwischen Branche und Politik zu bauen.
54. VDBUM Großseminar mit 1.200 Teilnehmenden baut Brücken
Nicht nur die Branche befindet sich im Wandel, sondern auch ihr Selbstverständnis. Dies war auf dem Großseminar des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) vom 10. bis 13. Februar in Willingen deutlich spürbar. Die Rekordteilnahme an der Veranstaltung, die unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand, bekräftigt zudem, dass sich die vielen Herausforderungen nur durch ein starkes Netzwerk meistern lassen und der persönliche Austausch alles andere als ein Auslaufmodell ist.
„Es war ein Großseminar der Superlative“, lautet das Fazit von VDBUM-Präsident Dirk Bennje. „Wir haben die ultimative Teilnehmerzahl erreicht, die wir an diesem Standort erreichen können. Das Vortragsprogramm war von höchster Qualität, wie die Rückmeldungen von Teilnehmenden bestätigen, zudem waren die rund 50 Vorträge durch die Bank gut besucht“, so Bennje weiter.
„Die Baubranche war früher ein Erlediger, nun befindet sie sich im Wandel zum Partner, um dieHerausforderungen dieses Landes zu bewältigen“, erklärte Dirk Bennje bei der Eröffnung der ersten Abendgala. Als entscheidendes Thema nannte er die Kommunikation von Baumaschinen auf der Baustelle. Dies sei durch die Entwicklung von MiC 4.0 möglich – „aber es flutscht noch nicht richtig“.
Bennje wies hier auch auf den SiteRouter hin. Der VDBUM warb an seinem Stand für dieherstellerunabhängige Datendrehscheibe, die nach dem Vorbild des etablierten Agrirouters bei Mischflotten und inkompatiblen Schnittstellen eine einheitliche Verbindung schafft. „Wir verstehen uns als Anbieter, der die Datenkommunikation vorantreibt“, so Bennje.

Erfolgsmodell: Der „Tag der Arbeitskreise“ wurde wieder sehr gut
angenommen.
Optimistisch ins Baujahr 2026
Zum anschließenden Lounge-Talk bat Moderatorin Alexandra von Lingen – Jörg Laue (CFO der Hochtief Infrastructure GmbH und Mitglied des Aufsichtsrats der Hochtief AG), Maximilian Schmidt (Geschäftsführer Vertrieb bei der Kiesel GmbH) und Markus BühlProkurist und Vertriebsleiter der Wirtgen Group Deutschland), als Vertreter der dreiSchwerpunktpartner auf die als Baubesprechung gestaltete Bühne. Sie gaben einen Ausblick auf dienhalte ihrer zahlreichen Vorträge und verdeutlichten, wie essentiell das Generieren von Daten – in Echtzeit – für die Beschleunigung der Bauprozesse ist. Alle drei blickten mit Optimismus in das beginnende Baujahr, in dem es genug zu tun gibt, denn „wir haben einen enormen Bedarf an Infrastruktur“, sagte Markus Bühl.
Die Keynote hielt der ehemalige Finanzminister Christian Lindner, der sich für weniger staatliche Bevormundung und mehr Deregulierung stark machte. Der Vortrag polarisierte, was laut VDBUM-Präsident Dirk Bennje, durchaus gewollt war, und führte zu angeregten Diskussionen an den Tischen.
„Wenn die Politik 500 Mrd. Euro verspricht, dann müssen die Gelder auch fließen“, sagte der VDBUM-Präsident am Mittwochmorgen zum Start des Seminarprogramms und brachte auf den Punkt, woranes der Branche fehlt: „Wir brauchen Verlässlichkeit.“ Der VDBUM versteht es als seine Aufgabe, Brücken zwischen der Branche und der Politik zu bauen.

