Hamburger Wärmepumpenforum 2026: Impulse für die Wärmewende im Bestand

Am 29. Januar 2026 fand in der Factory Hammerbrooklyn das Hamburger Wärmepumpenforum statt – eine zentrale Fachveranstaltung für Handwerk, Planung und Energieberatung rund um die Wärmewende im Gebäudebestand. Organisiert von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) sowie der Umweltbehörde (BUKEA), bot das Forum Raum für Information, Austausch und Vernetzung zu technischen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Senatorin Karen Pein und Senatorin Katharina fegebank begrüßen die Gäste

Nach der Begrüßung durch Senatorin Karen Pein und Senatorin Katharina Fegebank und Fachmoderation folgte ein vielbeachteter Vortrag von Andreas Kopp vom Fachverband Sanitär Heizung Klempner Hamburg e.V., der die klimapolitische Dringlichkeit betonte und auf das Hamburger Ziel der Klimaneutralität bis 2040 verwies. Weitere Fachinputs beleuchteten unter anderem das Potenzial erneuerbarer Energien, die Niedertemperaturfähigkeit von Wärmepumpen sowie praktische Erfahrungen aus Wohnungswirtschaft und Ingenieurpraxis.

Andreas Kopp

Ergänzt wurde das Programm durch moderierte Diskussionsräume zu kommunalen Rollouts, Mehrfamilienhäusern und dem Betrieb von Wärmepumpen bei winterlichen Temperaturen. Das Wärmepumpenforum zeigte deutlich: Mit gezielten Förderprogrammen, technischer Weiterentwicklung und enger Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Akteuren und dem Handwerk kann die Energiewende nicht nur beschleunigt, sondern auch zum wichtigen Jobmotor für die Region werden.

Stefan Wulff beim Club der Hamburger Wirtschaftsjournalisten

Stefan Wulff und Christian Müßgens (Foto: Christina Schreiner)

Am Donnerstagabend, den 17. Januar 2026, war der Hamburger Bauunternehmer Stefan Wulff zu Gast beim Club der Hamburger Wirtschaftsjournalisten und sprach dort vor rund 30 Expertinnen und Experten aus Journalismus und Kommunikation. 

Im Mittelpunkt standen die zentralen Herausforderungen, die den Wohnungsbau derzeit bremsen:

– gestiegene Baukosten und hohe Zinsen 

– komplexes und uneinheitliches Baurecht 

Besonders eindrücklich: Wie stark jeder zusätzliche Euro Baukosten sich direkt auf die Miete auswirkt – und wie nebulös der Weg von einer Baugenehmigung bis hin zu einer tatsächlich gebauten Wohnung geworden ist. 

Gleichzeitig wurde deutlich: Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch, und es gibt engagierte Akteure, die weiter vorangehen. 

Stefan Wulff zeigte sich im Anschluss begeistert vom Interesse der Kommunikatoren.

Stefan Wulff beim Club der Hamburger Wirtschaftsjournalisten (Foto: Christina Schreiner)




Die neue Aktivrente für Fachkräfte

Foto: Screenshot aus ARD MOMA-Beitrag vom 02.01.2025

Im ARD-MORGENMAGAZIN vom 2. Januar 2026 wurde ein Beitrag zur neuen Aktivrente ausgestrahlt, für den Lars Rückert von der Fernsehjournalistin Ann-Brit Bakkenbüll interviewet wurde und der seinen Mitarbeiter Winfried Gense bei der Arbeit zeigt.

Winfried Gense ist Servicetechniker bei der Heizungsbaufirma Arnold Rückert GmbH. Er führt mit 77 Jahren noch Wartungsarbeiten an Heizungen durch, arbeitet knapp 30 Stunden pro Woche. Mit der neuen Aktivrente kann er nun bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen – zusätzlich zu seiner Rente.

Sein Chef Lars Rückert sagt dazu im Beitrag: „Die Aktivrente wird den Fachkräftemangel nicht auf einen Schlag lösen, aber sie ist ein wichtiger Baustein“. Er sieht noch Nachbesserungsbedarf.

Den Beitrag können Sie hier sehen:

Parlamentarisches Frühstück der HBAW: Austausch über aktuelle Themen der Stadtentwicklung

Am 8. Oktober 2025 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) mit Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft zu einem Parlamentarischen Frühstück im Café Paris. Ziel des Treffens war ein offener Austausch über aktuelle Herausforderungen, Entwicklungen und Perspektiven der Branche.

Seitens der Bürgerschaft nahmen Dennis Thering (CDU), Dr. Anke Frieling (CDU), Martina Koeppen (SPD), Kemir Čolić (SPD), Leon Alam (Grüne) und Marco Hosemann (Die Linke) teil.

Fokus auf den Hamburg-Standard

Einigkeit bestand über die große Bedeutung des neuen Hamburg-Standards für ein kostenreduziertes Bauen in und für Hamburg. Nach Abschluss der theoretischen Entwicklungsphase müsse nun die praktische Erprobung folgen. Die unterschiedlichen Pilotprojekte – in Größe, Bauherrenschaft und Ausführung – böten dabei einen wertvollen Querschnitt, um zu lernen, wie der Hamburg-Standard als „lernendes System“ weiterentwickelt werden kann.

Breites Themenspektrum und konstruktiver Austausch

In den lebhaften Gesprächen wurden zahlreiche Themen angesprochen – von der Notwendigkeit klarer rechtlicher Rahmenbedingungen für die Wärmewende über den Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende bis hin zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bauwirtschaft.

Ein zentraler Diskussionspunkt war zudem die Idee, künftig auch einen „Hamburg-Standard für die Sanierung“ zu entwickeln, um bestehende Gebäude effizienter und nachhaltiger zu modernisieren. Dabei bestand Einigkeit, dass dieser Prozess schlanker und praxisnäher gestaltet werden sollte als beim bisherigen Standard.

Kontinuierlicher Dialog für praxistaugliche Lösungen

Der parteiübergreifende Dialog zwischen Politik und Bauwirtschaft wurde von allen Teilnehmenden als wertvoll und richtungsweisend bewertet. Der regelmäßige Austausch mit den Abgeordneten der Bürgerschaft leistet einen wichtigen Beitrag, um praxisorientierte und tragfähige Lösungen für das Bauen und Wohnen in Hamburg zu entwickeln.

Das 21. Hoffest der Bau-Innung und des Norddeutschen Baugewerbeverbandes

Staatsrätin Jacqueline Charlier hielt eine Impulsrede

120 Gäste kamen am 12. September 2025 zum traditionellen Hoffest der Bau-Innung und des Norddeutschen Baugewerbeverbandes e. V. (NBV) in Hamburg-Winterhude.

Rechtsanwalt Jan Beutel begrüßte die Anwesenden. Danach widmete der Obermeister und Vorsitzende der Bau-Innung und des Norddeutschen Baugewerbeverbandes, Dipl. Ing. Thomas Sander, sein Grußwort vor allem dem neuen Hamburg-Standard im Wohnungsbau. Dieser soll Baukosten deutlich senken und Verfahren beschleunigen.

Rechtsanwalt Jan Beutel begrüßte die Gäste

Der Hamburg-Standard wurde im vergangenen Jahr von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen entwickelt und Anfang 2025 eingeführt. Fachleute der Bau-Innung, des NBV sowie der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft waren intensiv beteiligt. Nun folgt die Bewährungsprobe in der Praxis.

Sander zeigte sich erfreut über die große Resonanz auf das Hoffest und leitete über zur neuen Staatsrätin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Jacqueline Charlier. In ihrer Impulsrede betonte sie, dass der Hamburg-Standard ein „Work in Progress“ sei:

„Wir lernen an den Pilotprojekten. Bei 13 Vorhaben in den Bezirken sowie im Wilhelmsburger Rathausviertel werden die Maßnahmen des Hamburg-Standards erprobt und müssen sich dort bewähren.“ Zugleich rief Charlier die Bauunternehmen auf, sich aktiv einzubringen – etwa beim Workshop Marktplatz Bauteams am 22. September 2025.

Thomas Sander, Obermeister und Vorsitzender des NBV, im Gespräch mit Gästen

Im Anschluss nutzten die Gäste aus Mitgliedsunternehmen, Politik, Wirtschaft und Verwaltung die Gelegenheit zum Austausch. Bei Bier, Wein und Gegrilltem wurde auf dem Hof hinter der Geschäftsstelle in den Briese Studios bis in den Nachmittag hinein in entspannter Atmosphäre gefeiert.

Die Zimmerleute kamen in Zunftkleidung