Der Hamburger Bautag 2026 bringt am 2. Juni Wissenschaft, Bauwirtschaft und Infrastrukturpolitik an der Technische Universität Hamburg zusammen. Unter dem Motto „Zukunftsperspektive Verkehrsinfrastruktur“ erwarten die Besucherinnen und Besucher spannende Fachvorträge, eine Preisverleihung für herausragende Absolventinnen und Absolventen sowie eine große Firmenkontaktmesse.
Zum Auftakt spricht Senator Anjes Tjarks über die Senatsstrategie zur Erneuerung der Hamburger Verkehrsinfrastruktur. Weitere Vorträge widmen sich der zukunftsfähigen Gestaltung von Stadtstraßen sowie der Erneuerung der Bahnbrücken über Norder- und Süderelbe.
Im Anschluss zeichnet die Stiftung der Hamburger Bauindustrie die besten Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen aus. Ab 12 Uhr öffnet dann die Firmenkontaktmesse im Gebäude A der TUHH mit zahlreichen Unternehmen aus Bauwirtschaft, Infrastrukturplanung und Ingenieurwesen.
Der Hamburger Bautag findet am Dienstag, 2. Juni 2026, ab 9 Uhr auf dem Campus der TUHH in Hamburg-Harburg statt. Veranstalter sind das Institut für Verkehrsplanung und Logistik, der Fachschaftsrat Bau- und Umweltingenieurwesen der TUHH sowie der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e. V.. Weitere Informationen gibt es unter www.tuhh.de/bautag/startseite.
Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard beim BAUFESTival (Foto: Richard Lemloh/Bauindustrieverband HH SH)
Drei Tage lang wurde das Ausbildungszentrum-Bau Hamburg zum Treffpunkt für junge Menschen, Ausbildungsbetriebe und die gesamte Bauwirtschaft: Beim Baufestival 2026 erlebten rund 2.200 Schülerinnen und Schüler aus der Metropolregion Hamburg die Vielfalt und Zukunftschancen des Bauhauptgewerbes hautnah.
Auf dem rund 16.000 Quadratmeter großen Festivalgelände präsentierten sich knapp 40 Ausbildungsbetriebe sowie zahlreiche Partner aus Arbeitsvermittlung, Ausbildungsvorbereitung und Weiterbildung. Schulklassen ab Jahrgangsstufe 8 konnten dabei nicht nur Informationen sammeln, sondern selbst aktiv werden: In offenen Werkhallen wurden neun Bauberufe live vorgestellt, begleitet von Auszubildenden, die authentische Einblicke in ihren Arbeitsalltag gaben.
Besonders beliebt waren die Activity Zones, in denen die Jugendlichen selbst mit anpacken konnten – vom Minibaggerfahren über Hämmern und Sägen bis zum Bau eines eigenen Handyhalters. Ergänzt wurde das Programm durch Bewerber-Speed-Datings, Praktikumsangebote sowie Foodtrucks und Chill-out-Bereiche.
Das Festival machte eindrucksvoll deutlich, wie modern, vielseitig und zukunftssicher die Berufe der Bauwirtschaft heute sind. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sendete das Format ein wichtiges Signal für die Nachwuchsgewinnung im Handwerk.
Auch Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation der Freie und Hansestadt Hamburg, besuchte das Festival. Bei ihrem Rundgang sprach sie mit Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Betrieben und zeigte besonderes Interesse an jungen Frauen, die sich bewusst für eine Ausbildung in der Bauwirtschaft entscheiden.
Das Baufestival 2026 hat einmal mehr gezeigt: Berufsorientierung kann praxisnah, modern und begeisternd sein – und die Bauwirtschaft bietet jungen Menschen hervorragende Perspektiven.
Der Beitrag erschien ursprünglich in der Ausgabe 05/2026 des Magazins NordHandwerk.
Mit einer gelungenen Premiere in Schleswig-Holstein unterstrich die GaLaBau-Fachtagung am 20. Februar in Norderstedt ihre Bedeutung als zentrale Plattform für den fachlichen Austausch im Norden. Rund 200 Expertinnen und Experten aus Garten- und Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft diskutierten aktuelle Strategien zur Klimaanpassung und grün-blauen Infrastruktur.
Als Repräsentantin des Hamburger Senats leitete Dr. Stefanie von Berg, Staatsrätin der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), die GaLaBau-Fachtagung mit einem Grußwort ein.
Staatsrätin Dr. Stefanie von Berg
Im Mittelpunkt der weiteren Vorträge standen zukunftsweisende Konzepte für klimaresiliente Städte – von Dach- und Fassadenbegrünung über Schwammstadt-Modelle bis hin zur Rolle urbaner Bäume. Der erste Referent der Fachtagung war Dr. Bernhard Scharf, Wissenschaftler am Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau an der BOKU Universität in Wien.
Dr. Bernhard Scharf
Danach stellte Ludger Plaßmann der Referentin Lene Zingenberg, Projektleiterin und Landschaftsarchitektin beim Architekturbüro Cobe in Kopenhaben die Frage: „Was können Dänen besser?“ Cobe gestaltet zukunftsfähige Projekte im Spannungsfeld von Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur.Die Beiträge der Referierenden machten deutlich, wie entscheidend integrierte Planung und interdisziplinäre Zusammenarbeit für lebenswerte Städte sind.
Besonders positiv aufgenommen wurde der Schulterschluss der norddeutschen Verbände im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord (FGL Nord). Die Veranstaltung sendete damit nicht nur fachlich, sondern auch strukturell ein starkes Signal für mehr Vernetzung und gemeinsame Lösungen im Zeichen des Klimawandels.
Das Fazit der Organisatoren fiel entsprechend optimistisch aus: Die Fachtagung bot wertvolle Impulse, regte intensive Diskussionen an und bestätigte einmal mehr die Schlüsselrolle des Garten- und Landschaftsbaus bei der Gestaltung nachhaltiger und zukunftsfähiger Stadträume.
Vom 10. bis 13. Februar wurde das nordhessische Willingen erneut zum Treffpunkt der Baubranche: Zum 54. Großseminar des VDBUM kamen rund 1.200 Teilnehmende – so viele wie nie zuvor an diesem Standort. Unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand vor allem eines im Fokus: die Bedeutung von Vernetzung, Daten und Kommunikation.
VDBUM-Präsident Dirk Bennje zog ein positives Fazit und sprach von einem „Großseminar der Superlative“. Besonders die rund 50 Fachvorträge seien auf große Resonanz gestoßen. Inhaltlich rückte Bennje die digitale Baustelle in den Mittelpunkt. Technologien wie MiC 4.0 und der SiteRouter sollen die herstellerunabhängige Datenkommunikation zwischen Maschinen verbessern – ein Schlüsselthema für effizientere Bauprozesse.
Im Lounge-Talk diskutierten Branchenvertreter von Hochtief, Kiesel GmbH und Wirtgen Group über den zunehmenden Stellenwert von Echtzeitdaten. Einigkeit herrschte beim Blick auf das Baujahr 2026: Der Infrastrukturbedarf bleibe enorm, die Branche zeige sich entsprechend optimistisch.
Einigkeit auf dem Podium: Die Akteure der Branche haben sich auf die anstehenden Bauaufgaben vorbereitet. Nun ist die Politik am Zuge.
Für Gesprächsstoff sorgte die Keynote des ehemaligen Finanzministers Christian Lindner, der für Deregulierung und mehr wirtschaftliche Freiräume warb. Die Diskussionen machten deutlich, was viele Teilnehmende forderten: politische Verlässlichkeit. „Wir brauchen Verlässlichkeit“, betonte Bennje – und unterstrich damit den Anspruch des Verbandes, Brücken zwischen Branche und Politik zu bauen.
54. VDBUM Großseminar mit 1.200 Teilnehmenden baut Brücken
Nicht nur die Branche befindet sich im Wandel, sondern auch ihr Selbstverständnis. Dies war auf dem Großseminar des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) vom 10. bis 13. Februar in Willingen deutlich spürbar. Die Rekordteilnahme an der Veranstaltung, die unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ stand, bekräftigt zudem, dass sich die vielen Herausforderungen nur durch ein starkes Netzwerk meistern lassen und der persönliche Austausch alles andere als ein Auslaufmodell ist.
„Es war ein Großseminar der Superlative“, lautet das Fazit von VDBUM-Präsident Dirk Bennje. „Wir haben die ultimative Teilnehmerzahl erreicht, die wir an diesem Standort erreichen können. Das Vortragsprogramm war von höchster Qualität, wie die Rückmeldungen von Teilnehmenden bestätigen, zudem waren die rund 50 Vorträge durch die Bank gut besucht“, so Bennje weiter.
„Die Baubranche war früher ein Erlediger, nun befindet sie sich im Wandel zum Partner, um dieHerausforderungen dieses Landes zu bewältigen“, erklärte Dirk Bennje bei der Eröffnung der ersten Abendgala. Als entscheidendes Thema nannte er die Kommunikation von Baumaschinen auf der Baustelle. Dies sei durch die Entwicklung von MiC 4.0 möglich – „aber es flutscht noch nicht richtig“.
Bennje wies hier auch auf den SiteRouter hin. Der VDBUM warb an seinem Stand für dieherstellerunabhängige Datendrehscheibe, die nach dem Vorbild des etablierten Agrirouters bei Mischflotten und inkompatiblen Schnittstellen eine einheitliche Verbindung schafft. „Wir verstehen uns als Anbieter, der die Datenkommunikation vorantreibt“, so Bennje.
Erfolgsmodell: Der „Tag der Arbeitskreise“ wurde wieder sehr gut angenommen.
Optimistisch ins Baujahr 2026
Zum anschließenden Lounge-Talk bat Moderatorin Alexandra von Lingen – Jörg Laue (CFO der Hochtief Infrastructure GmbH und Mitglied des Aufsichtsrats der Hochtief AG), Maximilian Schmidt (Geschäftsführer Vertrieb bei der Kiesel GmbH) und Markus BühlProkurist und Vertriebsleiter der Wirtgen Group Deutschland), als Vertreter der dreiSchwerpunktpartner auf die als Baubesprechung gestaltete Bühne. Sie gaben einen Ausblick auf dienhalte ihrer zahlreichen Vorträge und verdeutlichten, wie essentiell das Generieren von Daten – in Echtzeit – für die Beschleunigung der Bauprozesse ist. Alle drei blickten mit Optimismus in das beginnende Baujahr, in dem es genug zu tun gibt, denn „wir haben einen enormen Bedarf an Infrastruktur“, sagte Markus Bühl.
Die Keynote hielt der ehemalige Finanzminister Christian Lindner, der sich für weniger staatliche Bevormundung und mehr Deregulierung stark machte. Der Vortrag polarisierte, was laut VDBUM-Präsident Dirk Bennje, durchaus gewollt war, und führte zu angeregten Diskussionen an den Tischen.
„Wenn die Politik 500 Mrd. Euro verspricht, dann müssen die Gelder auch fließen“, sagte der VDBUM-Präsident am Mittwochmorgen zum Start des Seminarprogramms und brachte auf den Punkt, woranes der Branche fehlt: „Wir brauchen Verlässlichkeit.“ Der VDBUM versteht es als seine Aufgabe, Brücken zwischen der Branche und der Politik zu bauen.
Ausgezeichnet: Die Erstplatzierten des VDBUM Förderpreises – Marten Buse (3.v.l., Dynapac), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Melzner (3.v.r., Bauhaus-Universität Weimar Claudia Föllmer) , Sebastian Kaluza (2.v.r., abaut GmbH) mit VDBUM Präsident Dirk Bennje (l.), seinem Stellvertreter Marco Fecke (r.), Vorstand Prof. Jan Scholten (2.v.l.)
Die deutsche Bau- und Maschinenbranche zeigt sich weiterhin ideenreich: Beim 13. VDBUM-Förderpreis wurden so viele Projekte eingereicht wie nie zuvor. Insgesamt 53 Bewerbungen gingen ins Rennen – ein neuer Höchstwert für den renommierten Branchenpreis.
Verliehen wurde die Auszeichnung am 11. Februar 2026 im Rahmen des 54. VDBUM-Großseminars im Kongresszentrum Sauerland Stern in Willingen. Zu den diesjährigen Preisträgern zählen die Dynapac GmbH, die abaut GmbH sowie die Bauhaus-Universität Weimar.
Innovationskraft widerlegt gängige Klischees
Der häufig geäußerten These, der deutsche Erfindergeist verliere an Dynamik, erteilte die Jury eine klare Absage. „Weder an der Menge noch an der Qualität der Einreichungen mangelte es“, betonte VDBUM-Vorstand Prof. Jan Scholten, der die Preisverleihung moderierte. Insbesondere das hohe fachliche Niveau der Beiträge sei bemerkenswert gewesen.
Der Förderpreis verfolgt das Ziel, innovative Ideen und zukunftsweisende Entwicklungen sichtbar zu machen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vergeben wird die Auszeichnung traditionell in drei Kategorien:
Innovationen aus der Praxis
Entwicklungen aus der Industrie
Projekte aus Hochschulen und Universitäten
Bewertung auf Spitzenniveau
Die eingereichten Projekte wurden von einer Expertenjury anhand klar definierter Kriterien bewertet. Im Fokus standen dabei unter anderem:
Innovationsgrad
Sicherheit, Ergonomie und Umweltaspekte
Wirtschaftlichkeit
Technischer Anspruch
Praxisrelevanz
Wie eng die Entscheidung ausfiel, verdeutlicht ein Blick auf die Bewertungsergebnisse: In zwei Kategorien lagen zwischen dem Sieger und dem Viertplatzierten lediglich Dezimalstellen. Ein deutliches Zeichen dafür, wie dicht das Feld und wie hoch das Innovationsniveau der Branche derzeit ist.
Signal für die Branche
Die Rekordbeteiligung und die knappen Ergebnisse unterstreichen die anhaltende Innovationsdynamik innerhalb der Bau-, Umwelt- und Maschinentechnik. Der VDBUM-Förderpreis bleibt damit nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Gradmesser für technologische und praktische Entwicklungen in der Branche.