Durchbruch im Wohnungsneubau: Über ein Drittel weniger Kosten durch neuen Hamburg-Standard möglich

Pressekonferenz des Hamburger Senats zum Hamburg-Standard

Am 10. Februar 2025 hat der Hamburger Senat eine Pressekonferenz zur Bekanntgabe des „Hamburg-Standards“ für kostengünstiges Wohnen abgehalten. Neben dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und der Bausenatorin Karen Pein hat Michael Seitz, Vorsitzender der HBAW, auf dem Podium die Ergebnisse des Arbeitskreises Rechtssichere Vertragsklauseln vorgestellt.

Die Videoaufzeichnung der Pressekonferenz, die im Live-Stream übertragen wurde, können Sie hier sehen: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/behoerde-fuer-stadtentwicklung-und-wohnen/aktuelles/veranstaltungen/pressekonferenz-initiative-kostenreduziertes-bauen-1012406

Ale Informationen zur „Initiative kostenreduziertes Bauen“ finden sich auf der Website www.bezahlbarbauen.hamburg.

Bauindustrie fordert Entfesselung der Bauaktivitäten für die Metropolregion Hamburg

Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren

Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur

konsequente Umsetzung der Neufassung der Hamburgischen Bauordnung und der Senats-Initiative zum kostenreduzierten Bauen

Metropolregion stärken: gemeinsame Planung und integriertes Handeln

Der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein fordert im Vorfeld der Bürgerschaftswahl eine Entfesselung der Bauaktivitäten in der Metropolregion: Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband, der rund 90 Unternehmen mit insgesamt über 8.000 Beschäftigten und einer Jahresbauleistung von rund 2 Mrd. Euro vertritt, hat dazu in einem Impulspapier („8 Impulse für Hamburg“) Vorschläge zu verschiedenen Politikfeldern veröffentlicht. Dazu gehören eine verstärkte Modernisierungder Verkehrsinfrastruktur, eine Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren wie die schnellstmögliche Umsetzung der Neufassung der Hamburgischen Bauordnung (HBauO). Hintergrund sind auch die jüngsten Konjunkturdaten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), die ein weiteres Minus für 2025 prognostizieren.

Vorstandsvorsitzender Olaf Demuth: „Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden hat es gezeigt: Wir dürfen die Infrastruktur nicht verkommen lassen – Bauen sollte deshalb unbedingt eine Daueraufgabe des künftigen Senats sein. Ohne die Bauindustrie wird es in Hamburg keine intakten Brücken und Straßen, keine neuen Bahnlinien, keinen bezahlbaren Wohnraum, keine Energiewende und keine internationale Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion Hamburg geben. Zudem erzeugt jeder in den Bau investierte Euro 2,50 Euro an gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung. Bauen ist die Basis für die Zukunft!“

Entscheidend für die Wiederankurbelung der Wirtschaft ist die Modernisierung und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie die konsequente Umsetzung der von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mit vielen Akteuren, auch dem Bauindustrieverband, erarbeiteten Maßnahmen zum kostenreduzierten Bauen. Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Es gibt einige Hebel, den Wohnungsbau zu vereinfachen, für Bauherren wieder attraktiver und für Nutzer bezahlbar zu machen – ohne auf wesentliche Qualitätsmerkmale zu verzichten.“

Ein wichtiger Hebel sei auch die Flexibilität: Sie ist laut Biel der Schlüssel, um den Anforderungen immer komplexerer Bauprojekte und Rahmenbedingungen gerecht zu werden. „Auftragsvergaben sollten etwa von der klassischen los- und gewerkeweisen Vergabe bis hin zu innovativen Modellen wie IPA reichen, sodass Vorhaben, Ausschreibungen und Verträge passgenau auf das jeweilige Vorhaben abgestimmt werden können.“

Was der Verband ebenfalls den künftigen Abgeordneten und dem künftigen Senat unter anderem empfiehlt: den Abbau von Bürokratie-Hemmnissen, sowie frischen Wind und einen Generationswechsel in den Behörden und Ämtern – beispielsweise mit agilerem und digitalerem Arbeiten sowie integrierteren Prozessen bei Genehmigungen.

Wichtig für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs ist auch das viel stärkere Denken und Handeln als Metropolregion. Manja Biel: „Die Herausforderungen und Chancen des Bauens machen nicht an Stadtgrenzen halt. Nur eine enge Zusammenarbeit in der Metropolregion ermöglicht eine effizientere Infrastrukturplanung, etwa bei Verkehrswegen, Energienetzen und der Schaffung von Wohnraum, um Engpässe zu vermeiden und Ressourcen besser zu nutzen.

Zu den „8 Impulsen für Hamburg“ mit detaillierten Vorschlägen für die neue Legislaturperiode

Zu den neusten Konjunkturprognose-Daten der Hauptverbandes derDeutschen Bauindustrie (HDB)

Michael Seitz zum neuen Gebäudetyp E

Michael Seitz, Vorstand der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft

In der Novemberausgabe der Zeitschrift NORDHANDWERK der Hamburger Handelskammer nimmt Michael Seitz Stellung zum neuen Gebäudetyp E. Das Bundeskabinett hat am 6. November 2024 den Gesetzentwurf für das „Gebäudetyp-E-Gesetz“ beschlossen. Ergänzend dazu hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen die finalen Leitlinien und Prozessempfehlungen vorgelegt, die das einfache Bauen in die Praxis bringen.

Nachfolgend die Stellungnahme von Michael Seitz, Vortsand der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V.:

Positiv an dem Gesetzesentwurf des Bundesjustizministers ist zunächst hervorzuheben, dass sich die Politik überhaupt eines Themas annimmt, das die Bauwirtschaft bereits seit langem quält. Ein immer weiter wucherndes Gestrüpp aus Normen und Vorschriften macht das Bauen kompliziert und teuer. Diesen Wildwuchs zu beschneiden nimmt sich der Gesetzentwurf nun vor.

Er besteht allerdings aus zwei Teilen, die differenziert zu betrachten sind. In § 650a des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) plant der Gesetzgeber eine Vermutung dahingehend einzuführen, dass bautechnische Normen, die lediglich Ausstattungs- und Komfortmerkmale abbilden, nicht mehr anerkannte Regeln der Technik seien und damit aus dem Kanon der zu erfüllenden Normen herausfallen sollen. Im zweiten Teil erlaubt der Gesetzgeber dann im B2B-Bereich, also in der Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen, von den anerkannten Regeln der Technik abweichende Beschaffenheitsvereinbarungen und – sofern solche nicht vereinbart sind – auch „eigenmächtige“ Abweichungen, sofern der Unternehmer darauf hinweist (§ 650o BGB).

Diese Vorschrift dürfte problematisch werden, zum einen, weil sie die in den meisten Fällen beteiligten Verbraucher nicht erfasst, zum anderen aber auch, weil sie die Folgeprobleme bei einer Vermietung beziehungsweise einem Verkauf der mit niedrigerem Standard gebauten Wohnungen nicht löst, denn grundsätzlich haben auch Mieter und Käufer Anspruch auf Einhaltung dieser Regeln.

Fazit: Der Gesetzentwurf wird die bestehenden Probleme nicht umfassend lösen, aber er ist immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Hier können Sie den Beitrag auf Seite 18 der NORDHANDWERK lesen.

Zukunft der Energieversorgung für Industrie und Gewerbe im Westen Hamburgs

Christian Lüchau, Dr. Tilman Quensell, Dr. Peter Zillmer, Vorstandsmitglieder Unternehmen am Volkspark


Unter diesem Titel fand am 8. Oktober 2024 die erste Veranstaltung des neu gegründeten Vereins „Unternehmen am Volkspark“ bei der MEGA-Gruppe in der Fangdieckstraße 45 in
Hamburg statt. Über 60 Interessierte folgten der Einladung.
Unter dem Motto „Miteinander Zukunft gestalten“ hat es sich der Verein zur Aufgabe
gemacht, ein Firmennetzwerk aufzubauen, mit dem die großen Herausforderungen in
der Zukunft gemeinsam besser gemeistert werden können.
Neben dem großen Thema Energiewende und Klimaschutz ist auch die Förderung der
nachhaltigen Mobilität, Schaffen einer attraktiven Umgebung für Arbeitskräfte sowie die
Stärkung der Zusammenarbeit von in dem Industrie- und Gewerbegebiet rund um den
Volkspark ansässigen Firmen das Ziel der Arbeit dieses Vereins.
Im Rahmen der Veranstaltung am 8. Oktober 2024 gab es zwei Vorträge zum Thema Energieversorgung. Sowohl die Hamburger Energiewerke GmbH als auch Hamburger Energienetze GmbH machten deutlich, dass auf die Betriebe nicht nur erhebliche Investitionen zukommen, sondern darüber hinaus eine merkbare Erhöhung der laufenden Kosten. Es macht daher Sinn, sich schon bei der Planung für zukünftige Strom- und Wärmeversorgung in dem Gebiet abzustimmen und Projekte eventuell gemeinsam anzugehen.
Der Verein freut sich über neue Mitgliedsbetriebe. Bei Interesse bitte per E-Mail melden bei tilmann.quensell@doerner.de.

Hamburger Baumaschinenseminar zum Thema „Maschinentechnik im Tunnelbau“ 

(c) Bild: AdobeStock

Am Freitag, dem 8. November 2024, von 09:00 bis ca. 13:00 Uhr, findet das nächste Baumaschinenseminar im Ausbildungszentrum-Bau, Schwarzer Weg 3 in Hamburg statt.

Das Programm:

09:00 – 09:10 Uhr Begrüßung
M.Eng. Carsten Weding, Vors. des Geräteausschusses
Manja Biel, Hauptgeschäftsführerin
Bauindustrieverband HH-SH
09:10 – 09:55 Uhr 1. Vortrag „Neubau U-Bahnlinie U5 in Hamburg“:
„Bauwerke/Bauverfahren/Besonderheiten Bauabschnitt
Los2 der U5 Ost“
Dipl.-Ing. Dirk Sauer, Projektleiter Schildvortrieb HOCHBAHN U5 Projekt GmbH und Dipl.-Ing. Martin Geiger,
Direktion Tunnelbau Ed. Züblin AG
09:55 – 10:00 Uhr Referentenwechsel
10:00 – 10:45 Uhr 2. Vortrag „Fehmarnbelt Querung –
Einblicke in ein MEGA Projekt“
Dipl.-Ing. Fabian Lenz, FLC PMT JV Vertreter Wayss &
Freytag Ingenieurbau AG
10:45 – 11:15 Uhr Kaffeepause11:15 – 12:00 Uhr 3. Vortrag „Tunnel ElbX – Die Elbquerung für die Stromkabel des SuedLink“
Dipl.-Ing. Mathias Seibitz, Projektleiter Tunnel ElbX
SuedLink TenneT TSO GmbH und Dr.-Ing. Ulf Kirsten Leiter,
PORR Tunnel Maschinentechnik PORR GmbH & Co. KG
12:00 – 12:05 Uhr Referentenwechsel
12:05 – 12:50 Uhr 4. Vortrag „Neubau Eisenbahnunterführung Ludwigslust“
Dipl.-Ing. Sönke von Fintel und Dipl.-Ing. Holger Reinhardt,
Technische Niederlassungsleiter Implenia Civil
Engineering GmbH
12:50 – 13:00 Uhr Diskussion und Schlusswort
M.Eng. Carsten Weding, Vorsitzender des Geräteausschusses Bauindustrieverband HH-SH
13:15 Uhr gemeinsames Mittagessen
Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos!

Hier können Sie sich anmelden.