22. Hamburger Bautag 2026

TUHH/Hamburger Bautag

Der Hamburger Bautag 2026 bringt am 2. Juni Wissenschaft, Bauwirtschaft und Infrastrukturpolitik an der Technische Universität Hamburg zusammen. Unter dem Motto „Zukunftsperspektive Verkehrsinfrastruktur“ erwarten die Besucherinnen und Besucher spannende Fachvorträge, eine Preisverleihung für herausragende Absolventinnen und Absolventen sowie eine große Firmenkontaktmesse.

Zum Auftakt spricht Senator Anjes Tjarks über die Senatsstrategie zur Erneuerung der Hamburger Verkehrsinfrastruktur. Weitere Vorträge widmen sich der zukunftsfähigen Gestaltung von Stadtstraßen sowie der Erneuerung der Bahnbrücken über Norder- und Süderelbe.

Im Anschluss zeichnet die Stiftung der Hamburger Bauindustrie die besten Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen aus. Ab 12 Uhr öffnet dann die Firmenkontaktmesse im Gebäude A der TUHH mit zahlreichen Unternehmen aus Bauwirtschaft, Infrastrukturplanung und Ingenieurwesen.

Der Hamburger Bautag findet am Dienstag, 2. Juni 2026, ab 9 Uhr auf dem Campus der TUHH in Hamburg-Harburg statt. Veranstalter sind das Institut für Verkehrsplanung und Logistik, der Fachschaftsrat Bau- und Umweltingenieurwesen der TUHH sowie der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein e. V.. Weitere Informationen gibt es unter www.tuhh.de/bautag/startseite.

Pressespiegel: Bauwirtschaft sieht Olympia als Infrastruktur-Booster für Hamburg

Visualisierung: Copyright COBE

In der WELT AM SONNTAG vom 17. Mai 2026 erschien ein Beitrag über die Haltung der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft zu einer möglichen Hamburger Olympiabewerbung. Unter der Überschrift „Die ganze Republik baut für Hamburg“ wird beschrieben, wie Branchenvertreter die Spiele als Chance für einen langfristigen Modernisierungsschub bei Infrastruktur, Wohnungsbau und Stadtentwicklung sehen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die Bauwirtschaft ein zusätzliches Mammutprogramm neben laufenden Projekten wie U5-Ausbau, Köhlbrandbrücke, Hauptbahnhof-Sanierung und Wohnungsbau überhaupt bewältigen kann. Michael Seitz, Vorsitzender des Vereins Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. zeigt sich überzeugt: Die Branche verfüge über ausreichende Kapazitäten, notfalls werde „die ganze Republik für Hamburg bauen“. Voraussetzung seien allerdings schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren sowie weniger bürokratische Hürden.

Auch Manja Biel, Geschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein bewertet eine Olympiabewerbung als wirtschaftlichen Impuls für die gesamte Region. Neben Hamburg könne auch Kiel als Austragungsort der Segelwettbewerbe profitieren. Branchenvertreter betonen, dass die Bauwirtschaft an enge Zeitpläne gewöhnt sei – entscheidend seien jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Unternehmen.

Positiv äußert sich ebenfalls die norddeutsche Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Sie verbindet mit Olympia die Hoffnung auf beschleunigte Planungsprozesse, zusätzliche Fördermittel und neue Quartiersentwicklungen. Gleichzeitig wird davor gewarnt, dass eine attraktivere Stadt nicht automatisch sozial gerechter werde. Bezahlbarer Wohnraum, leistungsfähiger Nahverkehr sowie soziale Infrastruktur müssten integraler Bestandteil möglicher Olympia-Projekte sein.

Den Beitrag finden Sie hier auf Welt.de.

Erfahrung, die zählt: Wie die Arnold Rückert GmbH ältere Fachkräfte im Betrieb hält

Lars Rückert (Mitte) mit Winfried Gelse (rechts). Foto: NordHandwerk/Meyer-Lüttge)

Der Fachkräftemangel beschäftigt das gesamte Handwerk. Die Arnold Rückert GmbH zeigt, dass ein Teil der Lösung oft schon im eigenen Betrieb zu finden ist: erfahrene ältere Beschäftigte, die ihr Wissen, ihre Verlässlichkeit und ihre Kundenorientierung täglich einbringen.

Ein Beispiel dafür ist Winfried Gelse. Der heute 77-jährige Kundendiensttechniker arbeitet noch immer drei Tage pro Woche für das Hamburger SHK-Unternehmen – nicht aus finanzieller Notwendigkeit, sondern aus Freude an seinem Beruf. „Ich habe immer gern gearbeitet“, sagt der gelernte Elektrotechniker, der seit fast elf Jahren Teil des Rückert-Teams ist.

Für die Geschäftsführer Lars Rückert und Andreas Schuhmann war die Einstellung des damals 66-Jährigen selbstverständlich. Entscheidend seien Qualifikation, Erfahrung und Persönlichkeit – nicht das Alter. Gerade im Kundendienst profitiere das Unternehmen von Gelses jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit Kunden sowie seiner breiten technischen Expertise von klassischen Öl- und Gasheizungen bis zu modernen Wärmepumpen.

Die Arnold Rückert GmbH gehört zu den großen und traditionsreichen Hamburger Unternehmen der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik. Rund 100 Mitarbeitende und 22 Auszubildende arbeiten heute für den 1974 gegründeten Betrieb. Neben einem starken Ausbildungsengagement setzt das Unternehmen bewusst darauf, Fachkräfte langfristig zu halten und älteren Beschäftigten offen zu begegnen.

Angesichts des demografischen Wandels wird das Thema für das Handwerk immer wichtiger: In Deutschland ist inzwischen fast jeder vierte Erwerbstätige 55 Jahre oder älter. Rückert setzt deshalb auf Gesundheitsprävention, technische Unterstützung im Arbeitsalltag und vor allem auf eine Unternehmenskultur, die Wertschätzung und Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt.

Der Beitrag zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial ältere Fachkräfte für die Fachkräftesicherung besitzen – und wie Handwerksbetriebe davon profitieren können, Erfahrung im Unternehmen zu halten.

Der vollständige Artikel erschien in der Ausgabe 05/2026 des Magazins NordHandwerk.

Baufestival 2026: Bauwirtschaft zum Anfassen begeistert junge Menschen

Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard beim BAUFESTival (Foto: Richard Lemloh/Bauindustrieverband HH SH)

Drei Tage lang wurde das Ausbildungszentrum-Bau Hamburg zum Treffpunkt für junge Menschen, Ausbildungsbetriebe und die gesamte Bauwirtschaft: Beim Baufestival 2026 erlebten rund 2.200 Schülerinnen und Schüler aus der Metropolregion Hamburg die Vielfalt und Zukunftschancen des Bauhauptgewerbes hautnah.

Auf dem rund 16.000 Quadratmeter großen Festivalgelände präsentierten sich knapp 40 Ausbildungsbetriebe sowie zahlreiche Partner aus Arbeitsvermittlung, Ausbildungsvorbereitung und Weiterbildung. Schulklassen ab Jahrgangsstufe 8 konnten dabei nicht nur Informationen sammeln, sondern selbst aktiv werden: In offenen Werkhallen wurden neun Bauberufe live vorgestellt, begleitet von Auszubildenden, die authentische Einblicke in ihren Arbeitsalltag gaben.

Besonders beliebt waren die Activity Zones, in denen die Jugendlichen selbst mit anpacken konnten – vom Minibaggerfahren über Hämmern und Sägen bis zum Bau eines eigenen Handyhalters. Ergänzt wurde das Programm durch Bewerber-Speed-Datings, Praktikumsangebote sowie Foodtrucks und Chill-out-Bereiche.

Das Festival machte eindrucksvoll deutlich, wie modern, vielseitig und zukunftssicher die Berufe der Bauwirtschaft heute sind. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sendete das Format ein wichtiges Signal für die Nachwuchsgewinnung im Handwerk.

Auch Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation der Freie und Hansestadt Hamburg, besuchte das Festival. Bei ihrem Rundgang sprach sie mit Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Betrieben und zeigte besonderes Interesse an jungen Frauen, die sich bewusst für eine Ausbildung in der Bauwirtschaft entscheiden.

Das Baufestival 2026 hat einmal mehr gezeigt: Berufsorientierung kann praxisnah, modern und begeisternd sein – und die Bauwirtschaft bietet jungen Menschen hervorragende Perspektiven.

Der Beitrag erschien ursprünglich in der Ausgabe 05/2026 des Magazins NordHandwerk.

Olaf Demuth neuer Präsident der Deutschen Bauindustrie

Olaf Demuth, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie

Der Hamburger Bauingenieur Olaf Demuth ist auf der Mitgliederversammlung des Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin einstimmig zum Präsidenten gewählt worden. Der Vorstand der Zech Group SE übernimmt damit die Führung der Spitzenorganisation der deutschen Bauindustrie.

Bereits am ersten Tag seiner Amtszeit traf Demuth beim Tag der Bauindustrie auf zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter Vizekanzler Lars Klingbeil sowie Bundesbauministerin Verena Hubertz.

Demuth betonte, er wolle sich insbesondere für mehr Zusammenhalt in der Branche und für die Stärkung des Mittelstands einsetzen. Große gesellschaftliche Aufgaben könnten nur gemeinsam von großen und kleinen Unternehmen bewältigt werden.

Der Diplom-Ingenieur studierte an der Fachhochschule Hamburg und war unter anderem für STRABAG und Ed. Züblin AG tätig. Seit 2017 gehört er dem Vorstand der Zech Group an.

Auch ehrenamtlich engagiert sich Olaf Demuth seit vielen Jahren in der Bauwirtschaft: Seit 19 Jahren ist er im Vorstand des Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein aktiv, davon zehn Jahre als Vorsitzender.