Stefan Schmelzer ist links, Heiko Nass rechts abgebildet
Die Mitglieder des Norddeutschen Fachverbands Elektro- und Informationstechnik (NFE) haben Stefan Schmelzer mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten und Obermeister gewählt. Er tritt sein Amt zum 1. Januar 2026 an und folgt auf Heiko Nass, der den Verband in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich geprägt hat.
Schmelzer folgt auf Heiko Nass, der den Verband in den vergangenen fünf Jahren maßgeblich geprägt hat. Unter seiner Führung wurde der NFE stabil gesteuert, die politische Interessenvertretung ausgebaut und wichtige Impulse für Ausbildung, Fachkräftesicherung und Verbandsstrukturen gesetzt.
Mit Blick auf die kommenden Jahre betont Schmelzer die Bedeutung eines starken Netzwerks und einer praxisnahen Weiterbildung: Das Bildungszentrum des NFE solle weiterentwickelt und noch enger an Markt und Bedarf der Betriebe ausgerichtet werden. Der Verband solle ein Ort bleiben, an dem Zusammenarbeit, Kollegialität und gemeinsames Gestalten im Mittelpunkt stehen.
Schmelzer engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Hamburger Elektrohandwerk und war zuletzt Mitglied des Präsidiums. Mit ihm setzt der NFE auf Kontinuität und neue Impulse für Netzwerk, Weiterbildung und Interessenvertretung.
Foto: Screenshot aus ARD MOMA-Beitrag vom 02.01.2025
Im ARD-MORGENMAGAZIN vom 2. Januar 2026 wurde ein Beitrag zur neuen Aktivrente ausgestrahlt, für den Lars Rückert von der Fernsehjournalistin Ann-Brit Bakkenbüll interviewet wurde und der seinen Mitarbeiter Winfried Gense bei der Arbeit zeigt.
Winfried Gense ist Servicetechniker bei der Heizungsbaufirma Arnold Rückert GmbH. Er führt mit 77 Jahren noch Wartungsarbeiten an Heizungen durch, arbeitet knapp 30 Stunden pro Woche. Mit der neuen Aktivrente kann er nun bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen – zusätzlich zu seiner Rente.
Sein Chef Lars Rückert sagt dazu im Beitrag: „Die Aktivrente wird den Fachkräftemangel nicht auf einen Schlag lösen, aber sie ist ein wichtiger Baustein“. Er sieht noch Nachbesserungsbedarf.
Moderator Peter Kleffmann mit Senatorin Karen Pein, Olaf Demuth, Snezana Michaelis, Dr. Ralf Bosse und Karen Loosen (Foto: Fjord Media)
Am 11. November 2025 lud die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) zur Podiumsdiskussion „Kostengünstiger Wohnungsbau mit dem Hamburg-Standard?“ ein. Nach der Begrüßung durch Michael Seitz, Vorsitzender der HBAW, eröffnete Bausenatorin Karen Pein die Veranstaltung mit einer Impulsrede.
Unter der Moderation von Peter Kleffmann aus der Wirtschaftsredaktion des NDR entwickelte sich anschließend eine lebhafte Diskussion mit den rund 150 Gästen. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Planung tauschten sich engagiert über die Herausforderungen und Chancen eines bezahlbaren und zugleich qualitätsvollen Wohnungsbaus in Hamburg aus.
Die Mitglieder der HBAW mit den Diskutanten
Teilnehmer im Panel waren
· Senatorin Karen Pein, Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
· Olaf Demuth, Vorsitzender des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V.
· Snezana Michaelis, Vorständin der SAGA Unternehmensgruppe
· Dr. Rolf Bosse, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg
· Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer
Nachfolgend Zitate der Diskutanten:
Senatorin Karen Pein: „Mit dem Hamburg-Standard haben wir aufgezeigt, wie wir die Neubaukosten um ein Drittel senken können, um so den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Dies war nur möglich, weil alle Akteurinnen und Akteure der Wohnungs- und Bauwirtschaft ihre ganze Expertise im Schulterschluss eingebracht, Bewährtes hinterfragt und gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet haben. Jetzt gilt es, dieses entstandene Wissen und das neue Verständnis der Baukultur auch umzusetzen. Hierfür setze ich mich ein.“
Senatorin Karen Pein hielt eine Impulsrede (Fotos: Fjord Media)
Olaf Demuth: „Der Hamburg-Standard wird erst dann zum Standard, wenn die Hamburger Landesförderrichtlinien das erarbeitete Optimierungspotenzial als Bedingung für die Förderung des Wohnungsbaus aufnehmen. Damit setzt der Senat ein Zeichen an alle Beteiligten, dass es Fördergelder nur dann gibt, wenn die erarbeiteten Voraussetzungen für die Schaffung von kostengünstigem Wohnungsbau angewandt werden.“
Snezana Michaelis: Der Hamburg Standard beleuchtet meines Erachtens erstmalig in dieser Breite den Einfluss unterschiedlichster Faktoren auf die Entstehung und Entwicklung der Baukosten. Dabei gliedert er sich in drei zentrale Säulen – Baustandards, Prozesse und Planung sowie Verfahren. Er holt damit alle Stakeholder mit ins Boot und schafft eine gemeinsame Basis. Der Umgang mit knappen Ressourcen, nicht nur im Hinblick auf verwendete Baustoffe, verpflichtet alle am Bau Beteiligten, sich mit der Frage intensiv auseinanderzusetzen, welcher Standard unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten – ökonomisch, ökologisch und sozial – angemessen ist und, weil die Diskussion kein Selbstzweck ist, wie wir damit schneller und kostengünstiger an das Ziel von mehr Wohnraum in Hamburg gelangen.
Dr. Rolf Bosse: „Der Hamburg-Standard hat das Zeug zum Gamechanger im Wohnungsbau. Nicht nur werden dadurch die Stückzahlen, die Hamburg und seine Mieterinnen und Mieter brauchen, steigen. Wir erwarten auch ein signifikantes Absinken der Neuvermietungsmieten. Das muss durch alle Beteiligten sichergestellt werden.“
Karin Loosen: „In intensiver Zusammenarbeit haben wir gemeinsam den Hamburg-Standard entwickelt, der zahlreiche Instrumente für die Realisierung kostengünstigen Wohnungsbaus bietet. Nun kommt es darauf an, sie auch rasch und zielgerichtet anzuwenden. Für uns Architektinnen und Architekten ist es wichtig, dass kostenreduziertes Bauen immer auch qualitätvolles, nachhaltiges und dauerhaftes Bauen bedeutet. Und klar ist auch: Der Hamburg-Standard wird nur ein Erfolg, wenn Planende, Bauherrinnen und Bauherren, Bauwirtschaft und Verwaltung lösungsorientiert und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“
Am 8. Oktober 2025 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft (HBAW) mit Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft zu einem Parlamentarischen Frühstück im Café Paris. Ziel des Treffens war ein offener Austausch über aktuelle Herausforderungen, Entwicklungen und Perspektiven der Branche.
Seitens der Bürgerschaft nahmen Dennis Thering (CDU), Dr. Anke Frieling (CDU), Martina Koeppen (SPD), Kemir Čolić (SPD), Leon Alam (Grüne) und Marco Hosemann (Die Linke) teil.
Fokus auf den Hamburg-Standard
Einigkeit bestand über die große Bedeutung des neuen Hamburg-Standards für ein kostenreduziertes Bauen in und für Hamburg. Nach Abschluss der theoretischen Entwicklungsphase müsse nun die praktische Erprobung folgen. Die unterschiedlichen Pilotprojekte – in Größe, Bauherrenschaft und Ausführung – böten dabei einen wertvollen Querschnitt, um zu lernen, wie der Hamburg-Standard als „lernendes System“ weiterentwickelt werden kann.
Breites Themenspektrum und konstruktiver Austausch
In den lebhaften Gesprächen wurden zahlreiche Themen angesprochen – von der Notwendigkeit klarer rechtlicher Rahmenbedingungen für die Wärmewende über den Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende bis hin zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bauwirtschaft.
Ein zentraler Diskussionspunkt war zudem die Idee, künftig auch einen „Hamburg-Standard für die Sanierung“ zu entwickeln, um bestehende Gebäude effizienter und nachhaltiger zu modernisieren. Dabei bestand Einigkeit, dass dieser Prozess schlanker und praxisnäher gestaltet werden sollte als beim bisherigen Standard.
Kontinuierlicher Dialog für praxistaugliche Lösungen
Der parteiübergreifende Dialog zwischen Politik und Bauwirtschaft wurde von allen Teilnehmenden als wertvoll und richtungsweisend bewertet. Der regelmäßige Austausch mit den Abgeordneten der Bürgerschaft leistet einen wichtigen Beitrag, um praxisorientierte und tragfähige Lösungen für das Bauen und Wohnen in Hamburg zu entwickeln.
Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. lädt ein zur Podiumsdiskussion „Kostengünstiger Wohnungsbau mit dem Hamburg-Standard?“ am Dienstag, 11. November 2025, um 17:00 Uhr im Ausbildungszentrum Bau.
Wohnungsbau im Hamburg-Standard im Morellenquartier, Hamburg
Der Hamburg-Standard ist eine von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen initiierte Initiative. Ziel ist es, den Wohnungsbau in Hamburg durch die Identifizierung zentraler Kostentreiber und die Entwicklung praxistauglicher, rechtssicherer Alternativen deutlich kosteneffizienter zu gestalten. Neue Prozess- und Verfahrensansätze sollen helfen, die Baukosten um mehr als ein Drittel zu senken. Doch: Wie realistisch ist dieses Ziel – und welche Wege führen dorthin?
Darüber diskutiert die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Bauwirtschaft, Architektur und Mietervertretungen.
Programm
Begrüßung: Michael Seitz, Vorsitzender der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. (HBAW)
Impuls: Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen
Senatorin Karen Pein, Foto: Senatskanzlei Hamburg / Jan Prie
Podiumsdiskussion mit:
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen
Olaf Demuth, Vorsitzender des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V.
Olaf Demuth, Vorsitzender des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e.V.
Snezana Michaelis, Vorständin der SAGA Unternehmensgruppe
Szezana Michaelis
Dr. Rolf Bosse, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg
Dr. Rolf Bosse
Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer
Karin Loosen
Moderation: Peter Kleffmann, Wirtschaftsredaktion NDR Hamburg Journal
Peter Kleffmann
Schlusswort: Michael Seitz, Vorsitzender der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft e. V. (HBAW)
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion! Anmeldung bitte per E-Mail an:events@hbaw.hamburg