Die Zeit: Wieso hören Handwerker auf der Baustelle immer laut Radio

Hämmern, Schweißen, Sägen und dazwischen viele Takte aus dem Radio. Auf fast jeder Baustelle dudelt das Radio fast immer in voller Lautstärke, wie kürzlich in einer Kolumne der Wochenzeitung Die Zeit zu lesen war. Oft zum Leid Anderer, die in unmittelbarer Nähe wohnen oder arbeiten müssen. Aber Kopfhörer seien am Bau keine Alternative, so Michael Seitz, Hauptgeschäftsführer der Bau-Innung Hamburg. Man könne sich damit nicht mehr verständigen, wenn irgendetwas passiere. Und das sei sicherheitsrelevant. Dabei gehe es den Arbeitern gar nicht um Ablenkung und Musikgenuss, so der Medienwissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Golo Föllmer. Vielmehr ließen die Leute am Bau das Radio laufen, um mit der Welt in Kontakt zu bleiben. Ein Sender sei, anders als eine Playlist, einfach konsensfähiger, so Seitz. Denn auch wenn man allein auf dem Gerüst stehe, „habe man einen Kameraden an der Seite“.

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